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Analyse des Fachkräftebedarfs und -angebots

Ökologische Transformation und duale Ausbildung in Bremen

Auftraggeber

Arbeitnehmerkammer Bremen

Jahr

2021


Das Land Bremen möchte den Klimaschutz deutlich verstärken. Die von der Bremischen Bürgerschaft eingesetzte Enquetekommission arbeitet daher an einer Klimaschutzstrategie. Für die Erreichung der Ziele müssen viele Maßnahmen vor Ort umgesetzt werden. Dafür braucht es gut ausgebildetes Fachpersonal. Reichen die vor Ort im Land Bremen durch die Betriebe ausgebildeten Beschäftigten aus, um den Bedarf zu decken? Und welche Handlungsfelder können helfen, mögliche Engpässe abzumildern? Diese Fragen untersuchte Prognos für die Arbeitnehmerkammer Bremen als ständiger Gast in der Enquetekommission.

Für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen fehlen in Bremen Nachwuchs-Fachkräfte

Die Studienautorinnen und -autoren identifizierten 26 Schlüsselberufe zur Umsetzung der Klimaschutzziele. Diese sind eng mit den Sektoren Industrie, Energiewirtschaft, Gebäude und Verkehr verbunden. Auch Berufe, die mit der fortschreitenden Digitalisierung in Zusammenhang stehen, spielen dabei eine wichtige Rolle.

In nahezu all diesen Schlüsselberufen ist mit einer weiteren Verschärfung des teilweise bereits heute existierenden Fachkräfteengpasses zu rechnen“, betont Markus Hoch, Projektleiter der Studie.   

Um die angestrebten Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele umzusetzen, werden in diesen Schlüsselberufen bis zu 8,5 Prozent mehr Fachkräfte und Spezialistinnen und Spezialisten benötigt.

Der dadurch benötigte, zukünftige Bedarf an Fachkräften und Spezialistinnen und Spezialisten kann am Arbeitsort Land Bremen durch die in den Betrieben vor Ort ausgebildeten Nachwuchskräfte in den meisten Fällen jedoch nicht gedeckt werden. Deutliche Fachkräfteengpässe in den Schlüsselberufen sind die Folge.

Mögliche Handlungsfelder gegen Fachkräfteengpässe in den Schlüsselberufen

Die Autorinnen und Autoren der Studie identifizieren mögliche Handlungsfelder, um den potenziell entstehenden Fachkräfteengpässen mit Hilfe geeigneter Maßnahmen zu begegnen:

  • Ausbildungsbereitschaft von Betrieben erhöhen
  • Berufsorientierung stärken
  • Gezielte Ansprache von Frauen
  • Berufliche Mobilität erleichtern
  • Nachqualifizierung ermöglichen
  • Energie- und Umweltkompetenzen fördern

Zur Studie (Website Arbeitsnehmerkammer Bremen)

Zur Pressemitteilung der Arbeitsnehmerkammer Bremen

Autorinnen und Autoren: Markus Hoch, Claudia Münch , Sven Kreidelmeyer, Philipp Kreuzer, Tamara Rech, Eva Willer

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Markus Hoch

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Claudia Münch

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