Zurück zur Projektübersicht

Studie für das nordrheinwestfälische Kulturministerium

Begleitung des Landesprogrammes „Kulturrucksack NRW“

Auftraggeber

Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Jahr

2017

Als PDF anzeigen

Dem Landesprogramm „Kulturrucksack NRW“ ist es gelungen, mehr Kinder und Jugendliche nachhaltig für Kulturangebote zu interessieren – und so die Teilhabemöglichkeiten junger Menschen aller Milieus zu stärken.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Prognos-Studie für das nordrheinwestfälische Kulturministerium. Prognos-Experten hatten das Projekt fünf Jahre lang wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Das landesweite Förderprogramm „Kulturrucksack NRW“ soll Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 14 Jahren kostenlose und deutlich kostenreduzierte kulturelle Angebote eröffnen – etwa in Museen, Theatern oder Jugendzentren. Dafür stellt das nordrheinwestfälische Kulturministerium jährlich rund 3 Millionen Euro zur Verfügung.

Förderprogramm zeigt Wirkung

Rund die Hälfte der teilnehmenden Kommunen und Kreise gaben an, dass die Kinder und Jugendlichen bestimmte Kultur- und Jugendeinrichtungen jetzt häufiger nutzen. Noch deutlicher werden die Auswirkungen des Kulturrucksack-Programms auf die Zielgruppenerreichung eingeschätzt: 85 Prozent stimmten „voll“ oder „eher“ zu, dass es mithilfe des „Kulturrucksacks“ gelungen ist, neue Gruppen von Kindern und Jugendliche als Teilnehmende zu gewinnen.

Ein Ergebnis ist zudem, dass das Programm die Teilhabechancen von jungen Menschen aus allen Milieus stärkt. So war für rund 20 Prozent der im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung befragten Kinder und Jugendlichen von Bedeutung, dass das Kulturrucksack-Angebot kostenlos war.  Auch wurden vermehrt bestimmte Zielgruppen gezielt angesprochen – etwa Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, mit Fluchterfahrung als auch aus „bildungsfernen“ Familien.

Großer Zuspruch von Kindern und Jugendlichen

Bei den Kindern und Jugendlichen stieß das Programm auf großen Zuspruch – mehr als 70 Prozent wünschten sich erneut teilzunehmen, nachdem sie den „Kulturrucksack“ kennengelernt hatten. Zudem berichteten Kulturrucksack-Akteure, dass sich das Projekt positiv auf die Persönlichkeit der Kinder und Jugendlichen ausgewirkt und etwa ihr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein gestärkt habe.

Das Programm ließ weiterhin neue Kooperationen zwischen den Projektpartnern entstehen – etwa zwischen freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern, städtischen Verwaltungen und kulturellen Bildungseinrichtungen. 82 Prozent der „Kulturrucksack“-Beauftragten sagten, es sei gelungen, Netzwerke aufzubauen, wo es bisher noch keine gab. Die Kulturinstitutionen erhielten vertiefte Erkenntnisse über die Interessen der Zielgruppe und ihre Erreichung.

Autorinnen: Klaudia Lehmann, Pina Nell, Sören Mohr

Direkt zur Studie (PDF, 69 Seiten)

Zur Website "Kulturruck NRW"

Haben Sie Fragen?

Ihr Kontakt bei Prognos

Klaudia Lehmann

Senior Projektleiterin

Profil ansehen

Unsere Arbeiten zu diesem Thema

Blockchain in der Kreativwirtschaft

2022
| Projekt

Die Technologie ermöglicht neue Geschäftsmodelle für Kreativschaffende. Und sie bietet Lösungsansätze für zentrale Herausforderungen der Branche.

Erfolgsfaktoren von Cross Innovation für die Kultur- und Kreativwirtschaft

2022
| Projekt

Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Innovationen sind charakteristisch für die Kultur- und Kreativwirtschaft. Prognos untersuchte, welche Faktoren branchenübergreifende Kooperationen fördern.

Wissenschaftsnetzwerk: Kultur- und Kreativwirtschaft als Krisennavigatorin?

| Event

Pandemie, Krieg, Klimakrise – kann die Kultur- und Kreativwirtschaft in Zeiten sich überlagernder Krisen eine Rolle als Krisennavigatorin einnehmen?

Transformation mit der Kultur- und Kreativwirtschaft

2022
| Projekt

Impulse für eine neue Zeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Kreativunternehmerinnen und -unternehmern.

KreativStart 2022: Kongress für kreative Unternehmen

| Event

Roman Bartuli spricht zur Digitalisierung der Kultur- und Kreativwirtschaft und stellt Learnings aus der Corona-Pandemie vor.

Dossier zur Resilienz in der Kultur- und Kreativwirtschaft

2022
| Projekt

Welche Faktoren die Krisenfestigkeit von Kreativunternehmen positiv beeinflussen, untersuchte Prognos für das Bundeswirtschaftsministerium.

Ökonomische Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kultur- und Kreativwirtschaft 2020, 2021 & 2022

2022
| Aus dem Projekt

Das Betroffenheitspaper für das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft zeigt: auch 2022 drohen der Kultur- und Kreativwirtschaft erhebliche Umsatzeinbußen und Fachkräftemangel.

Dossier zu Nachwuchs und Fachkräften in der Kultur- und Kreativwirtschaft

2021
| Aus dem Projekt

Wie entwickelt sich die Fachkräfte- und Arbeitsmarktsituation in der Kultur- und Kreativbranche? Eine Untersuchung des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft.

Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft in der EU

2021
| Aus dem Projekt

Ein neues Dossier gibt Überblick über die Förderinstrumente der Europäischen Union für die Kultur- und Kreativwirtschaft der Förderperiode 2021-2027.

Trendradare für die Kultur- und Kreativwirtschaft

2021
| Aus dem Projekt

Edutainment, Abomodelle und KI sind Zukunftsfelder der Kultur- und Kreativwirtschaft. Für das Kompetenzzentrum entwickelte Prognos einen Trendradar.

Über Prognos

Wir geben Orientierung.

Prognos ist eines der ältesten Wirtschaftsforschungsunternehmen Europas. An der Universität Basel gegründet, forschen Prognos-Expertinnen und -Experten seit 1959 für verschiedenste Auftraggeber aus dem öffentlichen und privaten Sektor – politisch unabhängig, wissenschaftlich fundiert.

Mehr erfahren