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Das Raumbild des Kreises Düren

Auftraggeber

Stabsstelle Innovation und Wandel des Kreises Düren

Jahr

2020


Positive Zukunftsaussichten für den Kreis Düren. Wir haben im Auftrag der Stabsstelle Innovation und Wandel des Kreises Düren ein neues Raumbild für den Kreis erstellt, das beim Strukturwandel unterstützt.

Am 19. August fand die zweite gemeinsame Strukturwandelkonferenz des Kreises Düren statt – analog vor Ort in Düren und digital via Livestream. Oliver Lühr, Leiter des Studienteams, war vor Ort, um der Öffentlichkeit das neue Raumbild vorzustellen.

Den Strukturwandel meistern

Insgesamt bescheinigt die Studie dem Kreis eine hohe Transformationsfähigkeit: Die durch die Verfüllung der Tagebaue zur Rheinischen Seenplatte entstehenden Tourismus- und Naherholungspotenziale tragen hierzu ebenso bei wie die Vielzahl an exzellenten Zukunftsforschungseinrichtungen oder die bereits heute günstige Lage zwischen den Metropolräumen Aachen und der Rheinschiene. Durch die zahlreichen infrastrukturellen Projekte im Rahmen des Strukturwandels werden diese Faktoren noch gestärkt und stützen sich gegenseitig. „Das Raumbild des Kreises stellt einen ersten Schritt in der Umsetzung der Wachstumsoffensive dar und trägt somit entscheidend zum regionalen Gelingen des Strukturwandels bei“, erläutert Oliver Lühr. In einem dynamischen Prozess wird es über die nächsten Jahre kontinuierlich weiterentwickelt und in die Neuaufstellung des Regionalplans des Regierungsbezirks Köln eingebracht.

Die Zukunft gestalten

Das Raumbild zeigt Stärken und Potenziale des Kreises auf und identifiziert Rahmenbedingungen, unter denen ein erfolgreiches Wachstum möglich ist. Die gemeinsamen Entwicklungsperspektiven der 15 Kommunen wurden in fünf zentralen Handlungsfeldern ermittelt. Dies geschah anhand von Interviews mit kommunalen Planungsverantwortlichen und durch eine Stakeholder-Befragung. Zunächst entstanden sektorale Teilraumbilder, schließlich wurden diese zu einem integrierten Gesamtraumbild zusammengefasst. Die beiden Handlungsfelder „Leben und Wohnen“ sowie „Gewerbe und Industrie“ nehmen vor allem die gesellschaftlichen und ökonomischen Aspekte der Wachstumsoffensive in den Fokus. Die Aspekte des Handlungsfeldes „Mobilität und Infrastruktur“ sind besonders vor dem Hintergrund der transformativen Prozesse in den Bereichen Energie und Verkehr und der ländlichen Entwicklung bedeutsam. Die großräumigen Handlungsfelder „Freiraum und Landwirtschaft“ sowie „Naherholung und Tourismus“ zeigen die überregionalen Charakteristika der Landschaftsräume auf und stecken den Rahmen für weitere Entwicklungen in den anderen Handlungsfeldern.

Zum Hintergrund

Als Teil des Rheinischen Reviers steht der Kreis Düren mit Beendigung der Braunkohleverstromung in den kommenden Jahren und Jahrzehnten vor umfassenden Transformationsprozessen. Der Kreis betrachtet den beginnenden Strukturwandel jedoch vor allem als Chance: Um ihn aktiv zu gestalten und dem demografischen Wandel entgegenzutreten, hat er unter anderem eine Wachstumsoffensive 300.000+ ausgerufen. Ziel ist es, die Einwohnerzahl des Kreises mittelfristig um zehn Prozent auf 300.000 oder mehr zu steigern. Grundlage des Wachstums bildet dabei die Erarbeitung einer abgestimmten räumlichen Entwicklungsperspektive in Form eines Raumbildes, mit dessen Erstellung Prognos beauftragt wurde.

Direkt zum Raumbild (PDF, Webseite www.kreisduerenwaechst.de)

Mehr Infos zur Strukturwandelkonferenz (Webseite www.kreisduerenwaechst.de)

Autorinnen & Autoren

Oliver Lühr, Lukas Eiserbeck, Saskia Reuschel, Thomas Craemer, Sina Scheffer

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Oliver Lühr

Vize-Direktor, Bereichsleiter Umwelt-, Kreislaufwirtschaft und Klimawandel

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