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Regionalwirtschaftliche Bewertung der ehemaliger britischer Kasernen in Herford

Auftraggeber

Hansestadt Herford, vertreten durch die Wirtschaftsförderung und die Stadtentwicklungsgesellschaft

Jahr

2020


Nach dem Abzug britischer Streitkräfte aus der Hansestadt Herford wurden 2015 drei innerstädtische Kasernen zurückgegeben. Prognos ermittelte im Auftrag der Stadt die regionalwirtschaftliche Rentabilität der Entwicklung dieser Areale. Die bis 2015 von den britischen Streitkräften genutzten Flächen der Wentworth-, Hammersmith- und Harewood-Kaserne befinden sich in innerstadtnaher, integrierter Lage im Stadtgebiet von Herford auf einer Gesamtfläche von rund 28 Hektar. Mit dem Abzug der Streitkräfte ist auch eine vollständige Rückgabe von Ein- und Mehrfamilienhäusern verbunden. Dies bietet der Stadt Herford die Chance, neue Standorte für Wohnen und Gewerbe zu schaffen.

Folgende Entwicklungsmaßnahmen sind geplant:

  • Mit dem BildungsCampus Herford, der auf dem Wentworth-Areal teilweise schon in Betrieb ist, entsteht ein modernes Gelände für Aus-, Fort- und Weiterbildung. Ein Teil des Areals wird zum Dienstleistungsstandort, vornehmlich mit Büronutzung, weiterentwickelt.
  • Auf dem Hammersmith-Areal entstehen 360 Wohneinheiten für Studierende sowie ein lebendiges Wohnquartier mit Einfamilienhäusern, Geschosswohnungen, Nahversorgern und Dienstleistungen für die Bewohnerinnen und Bewohner.
  • Das Harewood-Areal beherbergt zurzeit die Zentrale Unterbringungseinrichtung für Geflüchtete des Landes NRW. Hier soll langfristig ein Wohn- und Gewerbestandort entstehen.

Positive Rentabilität zu erwarten

Die Entwicklungen auf den drei Konversionsarealen lassen mittel- bis langfristig einen klaren wirtschaftlichen Erfolg erwarten. Die zu erwartenden Beschäftigungseffekte bis 2040 belaufen sich auf 3.800 bis 4.600 Beschäftigte. Außerdem wird mit privatwirtschaftlichen Investitionen in Wohnimmobilien in Höhe von 200 bis 230 Mio. Euro gerechnet, womit für 1.400 bis 1.700 Einwohnerinnen und Einwohner neuer Wohnraum geschaffen werden kann. „Bis zum Jahr 2040 ergibt sich für die Stadt Herford eine positive fiskalische Rentabilität von 108 bis 137 Mio. Euro. Für ein städtisches Konversionsprojekt ist dies ein schneller Erfolg“, so Prognos-Projektleiter Fabian Malik.

Basis und Vorgehen der Studie

Für die Kosten-Nutzen-Analyse griff Prognos auf das eigens entwickelte RegioInvest-Modell zurück. Dieses Berechnungsmodell ermöglicht es, die komplexen wirtschaftlichen und fiskalischen Zusammenhänge infolge der Konversion der drei Areale abzubilden und zu analysieren. Die Daten und Planungsziele wurden in enger Abstimmung mit der Hansestadt Herford und den beteiligten Institutionen vor Ort erhoben und erfasst. Teilweise lagen bereits sehr detaillierte Kostenansätze vor. Über Analogieschlüsse wurden für andere Bereiche Annahmen zu Kosten, Erlösen und Entwicklungsoptionen getroffen. Unter anderem wurden die Ergebnisse eines Bürgerdialogprozesses, die Erfahrungen aus der Entwicklung des BildungsCampus sowie vorliegende Wirtschaftlichkeitsberechnungen berücksichtigt. Mit dem regionalwirtschaftlichen Berechnungsmodell wurden zwei Nutzungsszenarien – ein Best-Case-Szenario und ein Worst-Case-Szenario – entwickelt. Mit beiden Szenarien kann die Bandbreite wahrscheinlicher Entwicklungen dargestellt werden.

Direkt zur Studie (bildungscampus-herford.de, PDF)

Zur Pressemitteilung der Stadtentwicklungsgesellschaft Hansestadt Herford mbH

Autoren: Fabian Malik, Bernhard Wankmüller, Dr. Olaf Arndt

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Fabian Malik

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Bernhard Wankmüller

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Dr. Olaf Arndt

Vize-Direktor, Bereichsleiter Region & Standort

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