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Umweltwirtschaftsbericht Nordrhein-Westfalen 2022

Auftraggeber

Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen

Jahr

2022


„Die Umweltwirtschaft ist ökonomisch erfolgreich. Nun analysieren wir, ob sie ihrem ökologischen Lösungsversprechen gerecht wird.“
Jannis Lambert, Senior Projektleiter

Mit dem Umweltwirtschaftsbericht Nordrhein-Westfalen wurde eine erfolgreiche Berichtsreihe etabliert, die nach 2015, 2017 und 2020 nun bereits in der vierten Version erscheinen soll. Mit der erweiterten Perspektive auf die Klimaanpassung legt der kommende Umweltwirtschaftsbericht 2022 einen Fokus auf dieses – in Anbetracht der jüngsten Hochwasserkatastrophe – vor allem für NRW zentrale Handlungsfeld. Aktuell arbeiten wir an der nächsten Version des Umweltwirtschaftsberichts für NRW, die im Jahr 2024 veröffentlicht wird. 

Fragestellung und Ziel

Der Umweltwirtschaftsbericht stellt ein fundiertes Grundlagenwerk zu einer bedeutenden Querschnitts- und Zukunftsbranche dar. Er arbeitet die ökonomische und künftig auch ökologische Bedeutung der Umweltwirtschaft, ihre Entwicklung und ihre Schwerpunkte sowie die internationale Positionierung heraus. Die Ergebnisse des Umweltwirtschaftsberichts unterstützten die Landesregierung in der Umsetzung der Umweltwirtschaftsstrategie und werden in der Netzwerkarbeit sowie in der Wirtschaftsförderung genutzt.

So gehen wir vor

Um die Umweltwirtschaft ökonomisch zu erfassen, nutzen die Prognos-Expertinnen und Experten das Abgrenzungsmodell envigos. Der Abgrenzungsansatz wird im Rahmen dieser Studie um den Aspekt der Klimaanpassung erweitert.

Die ökonomische Analyse erfolgt differenziert für die verschiedenen Teilmärkte und Marktsegmente der Querschnittsbranche. Neben der Landesebene werden dabei auch die Situation und die Kompetenzen in den Regionen Nordrhein-Westfalens untersucht. Darüber hinaus werden internationale Märkte beleuchtet.

Für das Schwerpunktthema der ökologischen Impact-Untersuchung wird aufbauend auf das envigos-Modell ein neuer methodischer Ansatz entwickelt.

Die Kernergebnisse

Die Umweltwirtschaft zählt zu den ökonomischen Schwergewichten in Nordrhein-Westfalen. Im Jahr 2021 fanden in der Branche mehr als 582.000 Personen und damit rund 6,1 Prozent aller Erwerbstätigen in Nordrhein-Westfalen eine zukunftsfähige Arbeit. Damit nimmt die Umweltwirtschaft den Stellenwert einer Leitbranche ein.

Zusätzlich zur Beschäftigung und Bruttowertschöpfung lässt sich der ökologische Nutzen der NRW-Umweltwirtschaft auf rund 23 Milliarden Euro beziffern. Diese Leistung setzt sich aus zwei Komponenten zusammen. So ermöglicht es die Umweltwirtschaft, Umweltschäden in Höhe von 15,5 Milliarden Euro zu vermeiden, die ohne ihre Produkte und Dienstleistungen zu erwarten wären. Zusätzlich schafft die Umweltwirtschaft weitere ökologische Werte in Höhe von 7,4 Milliarden Euro, wie beispielsweise den Erhalt von Biodiversität oder Landschaftsbildern.

Nordrhein-Westfalen ist Standort zahlreicher Unternehmen, die Lösungen anbieten zur Anpassung an die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels. Eine Klimaanpassungswirtschaft bildet sich als neuer und elementarer Bestandteil der Umweltwirtschaft heraus. Insgesamt wiesen rund 30,5 Prozent aller Erwerbstätigen der nordrhein-westfälischen Umweltwirtschaft im Jahr 2021 einen Bezug zu Technologien und Dienstleistungen der Klimaanpassung auf.

Links und Downloads

Bericht 2022 (PDF, umwelt.nrw.de)

Pressemitteilung des Umweltministeriums NRW (umwelt.nrw.de)

Zu den vorherigen Versionen des Umweltwirtschaftsberichtes

Bericht 2020

Bericht 2017

Weitere Veröffentlichungen

Impulse für die Umweltwirtschaft 2023

Impulse für die Umweltwirtschaft 2021

Impulse für die Umweltwirtschaft 2018

Impulse für die Umweltwirtschaft 2015

Projektteam: Jannis Lambert, Oliver Lühr, Katharina Wilkskamp, Lukas Eiserbeck, Marieke Eckhart, Hanne Hagedorn

Stand: 11.10.2023

SOLR Gewichtung
2

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Jannis Lambert

Prinzipal

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Oliver Lühr

Partner, Bereichsleitung Umwelt-, Kreislaufwirtschaft & Klimawandel

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