Zurück zur Projektübersicht

Wertschöpfung in der deutschen Onshore-Windindustrie

Auftraggeber

GE und VDMA

Jahr

2019

Die Ergebnisse der Studie „Beschäftigung und Wertschöpfung in der deutschen Onshore-Windindustrie“ veranschaulichen den Zusammenhang zwischen dem Zubau an Onshore-Windkraftanlagen und der Entwicklung von Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland. Durch die hohe Zubaudynamik in den vergangenen Jahren fand die Querschnittsbranche sehr attraktive Rahmenbedingungen vor, und Unternehmen aus dem In- und Ausland bauten ihre Produktionskapazitäten deutlich aus. In der jüngeren Vergangenheit haben sich die Rahmenbedingungen deutlich verändert. Insbesondere die veränderte Genehmigungspraxis neuer Anlagen bremst derzeit den Ausbau. Häufig verzögern Klageverfahren die Genehmigungs- und Inbetriebnahmephase neuer Anlagen und erhöhen damit Dauer und Kosten der Projektrealisierung. Im Ergebnis geht der Zubau der Windenergie an Land seit 2018 sehr stark zurück.

Am 25. Oktober stellte Prognos-Chief-Economist Dr. Michael Böhmer im Rahmen eines Parlamentarischen Frühstücks sowie einer Pressekonferenz die Ergebnisse der Prognos-Studie vor.

Die Szenarien stellen dar, dass auch zukünftig die Zubaudynamik in Deutschland maßgeblich die Entwicklung von Beschäftigung und Wertschöpfung der Branche bestimmt. Falls der Zubau auf einem anhaltend niedrigen Niveau verbleibt, werden 2030 wesentlich weniger Menschen mit Projektplanung und Forschung, Herstellung, Montage und dem Betrieb von Windkraftanlagen beschäftigt sein als heute. Über Jahre in der Querschnittsbranche gewachsene Produktions- und Wertschöpfungsstrukturen sind gefährdet und gewonnenes Know-how würde entwertet. Ein dynamischer Ausbau der Onshore-Windkraft würde ein deutlich besseres Geschäftsumfeld für die Unternehmen der Branche bedeuten. In diesem Fall läge auch die Zahl der Erwerbstätigen hier spürbar höher. Im Szenario mit einem Erneuerbare-Energien-Anteil an der Stromerzeugung von 65 %, übertrifft 2030 die Zahl der Erwerbstätigen das heutige Niveau und annähernd 10.000 Personen.

Zur Studie

Autorinnen und Autoren:

Dr. Michael Böhmer, Leonard Krampe, Jannis Lambert, Johann Weiß, Paul Wendring, Richard Simpson

Haben Sie Fragen?

Ihr Kontakt bei Prognos

Dr. Michael Böhmer

Chefvolkswirt | Leiter Corporate Solutions

Profil ansehen

Unsere Arbeiten zu diesem Thema

Wasserkraftwerk in der Schweiz
iStock-Cerise HUA

Exkurse: Energieperspektiven Schweiz 2050+

Wie kann die Schweiz das Netto-Null-Emissionsziel bis 2050 erreichen? Gemeinsam mit Partnern erstellte Prognos eine Reihe von Analysen für das Schweizer Energiesystem bis 2050 und darüber hinaus.

Haus mit Solarzellen

Die Energiewende im Wärmebereich

laufend

Das BMWi Projekt „Wärmewende 2030–2050“ begleiten wir wissenschaftlich mit weiteren Partnern.

Das Bild zeigt einen Stromzähler
AdobeStock - Khemmanat

Stromverbrauch: Ad-hoc-Abschätzung für das BMWi

Eine erste ad-hoc-Abschätzung zeigt, wie sich der Stromverbrauch bis zum Jahr 2030 entwickeln könnte – unter der Prämisse des verschärften THG-Reduktionsziels.

Wasserstofftanks sind im Vordergrund zu sehen. Im Hintergrund stehen drei Windräter und PV-Anlagen

Wasserstoff: Energieträger der Zukunft?

2021

Die Reise zur Klimaneutralität gewinnt an Tempo. Ein wichtiger Baustein zur Erreichung ist Wasserstoff.

Bepflanzte Hauswand eines Hochhauses

Klimaneutrales Deutschland 2045

2021

Wie Deutschland seine Klimaziele schon vor 2050 erreichen kann, haben wir gemeinsam mit dem Öko-Institut und dem Wuppertal Institut untersucht.

Windrad auf einem Rapsfeld

Klimaneutralität und Versorgungssicherheit im Strommarkt

2021

Bewertung der Versorgungssicherheit bis zum Jahr 2030 der Szenarien KN2050 und KN2045 aus der Studie „Klimaneutrales Deutschland“.

Grünes Feld im Vordergrund. Auf der linken Seite ist ein Windrad zu sehen, rechts Biogasnalgen

Die Potenziale integrierter Bioenergiekonzepte

2021

Industriewärme, Flug- und Schwerlastverkehr sowie Negativemissionstechnologien sind zukunftsträchtige Einsatzbereiche für Bioenergie. Das zeigt der Schlussbericht des SmarKt-Projekts von Prognos und dem Deutschen Biomasseforschungszentrum.

Offshore-Windpark auf hoher See
© iStock.com - NiseriN

Experten-Interview: Offshore-Windenergie

Unserer Energieexperten Leonard Krampe und Paul Wendring erläutern im Interview vor welchen Herausforderungen die Offshore-Windindustrie steht und wie der Blick auf die Nord- und Ostsee zukünftig aussieht.

Offshore-Windpark auf hoher See

Offshore-Windenergie bei Prognos

2021

Offshore-Windenergie spielt eine bedeutende Rolle im Arbeitsalltag des Prognos-Energieteams. Lesen Sie, welche Projekte Prognos bearbeitet und ein kurzes Interview.

Ferngesteuerte Unterwasserfahrzeug (ROV)

Markpotenzial eines Offshore-Testzentrums für Meerestechnik

2021

Für das Deutsche Maritime Zentrum haben wir Chancen und Herausforderungen für ein deutsches Testzentrum zur Erprobung innovativer Technologien der Meerestechnik auf hoher See analysiert.

Adobe Stock - CleverStock

Über Prognos

Wir geben Orientierung.

Prognos ist eines der ältesten Wirtschaftsforschungsunternehmen Europas. An der Universität Basel gegründet, forschen Prognos-Expertinnen und -Experten seit 1959 für verschiedenste Auftraggeber aus dem öffentlichen und privaten Sektor – politisch unabhängig, wissenschaftlich fundiert.

Mehr erfahren