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Kompetenzfeldentwicklung Bauen

Clusterreport Bauwirtschaft in der Region Stuttgart

Auftraggeber

Wirtschaftsförderung Region Stuttgart

Jahr

2021

Die Bauwirtschaft gehört in der Region Stuttgart neben dem Automobil- und Maschinenbau zu den führenden Leitbranchen. Im Auftrag der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart analysierte Prognos gemeinsam mit dem Fraunhofer IAO die aktuelle Situation der Bauwirtschaft in der Region sowie deren Chancen, Herausforderungen und Innovationsfelder. Im Fokus stand die Zukunftsfähigkeit dieser Schlüsselbranche. Gewaltige Herausforderungen und ökologische Fragestellungen zwingen die Bauwirtschaft zu einem Wandel. Doch die Chancen, dass sich die Region Stuttgart zu einer Modellregion im Bereich Bauen entwickelt, stehen gut.

Relevanz der Bauwirtschaft in der Region Stuttgart


Mit rund 173.000 Beschäftigten im Baugewerbe – inklusive nachgelagerter und ergänzender Branchen – ist die Branche eine wichtige Säule des Arbeitsmarktes der Region Stuttgart. Die Region weist außerdem die höchste Dichte an Architektinnen und Architekten in Europa auf. Hier ansässige Ingenieurbüros realisieren Projekte in aller Welt. Verschiedene wissenschaftliche Institute erforschen innovative Produkte, Prozesse und technische Lösungen im Bereich Bauen und Gebäude.

Herausforderungen der Bauwirtschaft

Eine der größten Herausforderungen für die Baubranche ist die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Dies kann nur durch eine Kombination von gezielter Flächenaktivierung und Bauen im Bestand ermöglicht werden. Klimaneutralität, Klimaresilienz und Climate Engineering spielen bei der Bauwerkerstellung in Zukunft eine wichtige Rolle. Auch der Digitalisierung schreiben die befragten Expertinnen und Experten bei der Bewältigung der Herausforderungen einen großen Stellenwert zu. Hierzu zählen neben Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen die Bereitstellung von digitalen Werkzeugen und Vernetzungsplattformen, eine zunehmende autonome und robotische Fertigung sowie modulares Bauen und die Unterstützung des späteren Betriebs von Gebäuden mittels eines digitalen Zwillings.

Kompetzenzfeldentwicklung Bauen in der Region Stuttgart

Mit dem vorhandenen Know-how in Unternehmen und Wissenschaft und der großen Anzahl an renommierten Planungsbüros mit innovativen Ansätzen hat die Wirtschaftsregion Stuttgart das Potenzial, ein wichtiger Player im Bereich Bauen zu werden. Alle notwendigen Kernkompetenzen, um zur „Klimahauptstadt“ zu werden, sind vorhanden. „Um die Kompetenzen der Baubranche der Region auszubauen, müssen alle Beteiligten der Wertschöpfungskette Bau mit einbezogen werden“, so Prognos-Projektleiterin Marion Neumann. „Die Stakeholder müssen eine branchen-übergreifende, interdisziplinäre und zunehmend digitale Zusammenarbeit etablieren.“

Die Internationale Bauausstellung 2027 – StadtRegion Stuttgart (IBA’27) kann dabei als Demonstrationsplattform mit Umsetzungsbeispielen innovative Lösungen einem nationalen und internationalen Publikum präsentieren. Mit gezielten Maßnahmen kann die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart die Transformation der Bauwirtschaft unterstützen und eine „Bauwende“ einleiten und beschleunigen. So könnte sich die Region Stuttgart zu einer Vorzeige- und Modellregion in Deutschland für eine erfolgreiche Transformation der Bauwirtschaft entwickeln.

Methodisches Vorgehen der Studie

Das Projektteam ermittelte die Herausforderungen und Trends in der Bauwirtschaft der Region Stuttgart mittels einer umfassenden Literaturrecherche und der Analyse und Auswertung von bauspezifischen Kennzahlen. Leitfadengestützte Interviews mit acht Expertinnen und Experten unterschiedlicher Kompetenzfelder, die entsprechend ihrer Bedeutung für die Region priorisiert wurden, ergänzten die Ergebnisse. In einem Workshop mit weiteren Expertinnen und Experten wurden die wichtigsten Themen anschließend nochmals diskutiert und deren Relevanz für die Region bestätigt.

Zur Studie (Website Region Stuttgart)

Veranstaltungsrückblick (Website Region Stuttgart)

Autorinnen und Autoren: Marion Neumann, Tobias Koch (beide Prognos), Günter Wenzel und Edith Schimmer (beide Fraunhofer IAO)

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Marion Neumann

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