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Analyse zur Erreichung der Energie- und Klimaziele 2030

Dekarbonisierungsoptionen im Gebäudesektor

Auftraggeber

Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

Jahr

2020


„Eine erforderliche Dekarbonisierung des Gebäudesektors kann nur durch eine Verbesserung des baulichen Wärmeschutzes und durch energieeffiziente Anlagentechnik bei gleichzeitigem Einsatz emissionsarmer Energieträger erreicht werden.“
Malek Sahnoun

Wie gelingt die Reduktion der Treibhausgasemissionen im Gebäudesektor?

Anhand ausgewählter typischer Bestandsgebäude hat Prognos gemeinsam mit dem FIW München, dem ITG Institut und der dena verschiedene Dekarbonisierungsoptionen bewertet. Die Autorinnen und Autoren zeigen für acht ausgewählte Wohn- sowie acht Nichtwohngebäude auf, wie die energie- und klimapolitischen Ziele für 2030 und 2050 erreicht werden können.

Auftraggeber der Untersuchung ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

THG-Einsparungen durch Modernisierung

Die Berechnungen für die betrachteten 16 Beispielgebäude zeigen, dass sowohl das Sektorziel für 2030 als auch das Ziel für 2050 grundsätzlich realisierbar sind – vorausgesetzt, an der Gebäudehülle und der Gebäudetechnik werden entsprechende energetische Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt. Das 2030-Ziel kann durch eine vollständige Sanierung eines (vergleichsweise geringen) Teils der Bestandsgebäude, oder aber durch eine Teilmodernisierung eines höheren Anteils des Gebäudebestandes erreicht werden.

Für das 2030-Ziel würde in vielen Fällen, insbesondere in Wohngebäuden, beispielsweise eine Teilmodernisierung mit Gas-Brennwertkessel und solarer Trinkwassererwärmung sowie energetisch anspruchsvoller  Ertüchtigung einzelner Komponenten der Gebäudehülle weitgehend ausreichen. Das heißt, dass zumindest bis 2030 eine weitgehende Technologieoffenheit möglich ist. Um aber „2050-ready“ zu sein, dürfen durch die Teilmodernisierungsmaßnahmen keine weiteren Modernisierungen desselben Bauteils bis 2050 und damit zusätzliche Kosten entstehen. Für die Anlagentechnik wird das durch die Kopplung an die Verminderung des Heizwärmebedarfs durch einen entsprechend ambitionierten Wärmeschutz und die Auswahl zukunftssicherer Technologien gewährleistet.

Die hier betrachteten Modernisierungsoptionen erreichen bei einer vollständigen Renovierung im Vergleich zum jeweiligen Ausgangszustand sehr hohe THG-Einsparungen, üblicherweise 70 % und mehr. Die genaue Größenordnung hängt neben den baulichen Veränderungen stark vom gewählten Energieträger ab. Darüberhinausgehende Emissionsminderungen erfordern den Einsatz emissionsfreier oder zumindest weitestgehend dekarbonisierter Energieträger.

Zur Studie „Analyse von spezifischen Dekarbonisierungsoptionen zur Erreichung der Energie- und Klimaziele 2030 und 2050 bei unterschiedlichen Wohn- und Nichtwohngebäudetypologien“ (Website BMWi)

Autorinnen und Autoren Prognos: Nils Thamling, Dominik Rau, Sven Kreidelmeyer, Malek Sahnoun sowie Partnerinnen und Partner von FIW München, ITG Institut und dena

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