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Arbeitslandschaft 2025

Auftraggeber

vbw - Vereinigung der bayerischen Wirtschaft e.V.

Jahr

2019


Im Jahr 2025 könnten deutschlandweit 2,9 Millionen Erwerbstätige fehlen. Der Mangel bestünde hauptsächlich bei Personen mit einer beruflichen Qualifikation.

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Arbeitslandschaft 2025“, die Prognos für die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft erstellt hat. Prognos-Geschäftsführer Christian Böllhoff stellte die Untersuchung am Freitag, 1. März, bei einem vbw-Kongress vor. Bei der Veranstaltung sprachen auch der stellvertretende bayerische Ministerpräsident Hubert Aiwanger und vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Die Zahl der Personen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren sinkt im Prognosezeitraum von 54 Millionen auf 47 Millionen Personen im Jahr 2045. Kommt es dabei zu keiner Veränderung der Ausbildungspräferenzen, wird das Angebot an Arbeitskräften mit einem Hochschulabschluss zunehmen, während künftig immer weniger beruflich Qualifizierte dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Laut der Studie ist Bayern ebenfalls vom Mangel an Erwerbstätigen betroffen. Trotz der günstigeren demografischen Entwicklung wird für Bayern eine Arbeitskräftelücke in Höhe von 350.000 Personen im Jahr 2025 erwartet. Auch in Bayern machen Arbeitskräfte der mittleren Qualifikationsebene den Großteil der Lücke aus.  

Um die potenziellen Ungleichgewichte zu vermeiden bzw. zu verringern, gilt es in den folgenden Handlungsfeldern Maßnahmen zu ergreifen:

  • Beschäftigungschance verbessern
  • Erwerbsbeteiligung erhöhen
  • Arbeitszeitpotenziale nutzen
  • Breite Bildungsoffensive
  • Zuwanderung gezielt gestalten

Insbesondere durch eine weitere Steigerung der Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren sowie eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten können wichtige Beiträge zur Fachkräftesicherung erzielt werden.

Hintergrund

Die Studienreihe „Arbeitslandschaft“ schafft seit 2008 einen Überblick zur Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage und des Arbeitsangebots in Deutschland. Auf den künftigen Arbeitsmarkt wirken maßgeblich die wirtschaftliche und technologische Entwicklung sowie die Alterung der Bevölkerung ein.

In den meisten Branchen werden künftig weniger Beschäftigte arbeiten als heute. Die Ausnahme bilden Bereiche wie EDV-, elektronische und optische Geräte, Information und Kommunikation sowie das Gesundheits- und Sozialwesen.

Direkt zur Studie (PDF, Webseite vbw)

Autor: 

Dr. Oliver Ehrentraut

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Dr. Oliver Ehrentraut

Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung, Partner, Direktor

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