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Digitale Transformation

Digital-Hubs fördern Start-ups in NRW

Auftraggeber

Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE)

Jahr

2021


Als Teil der Initiative „Digitale Wirtschaft NRW“ (DWNRW) wurden 2016 fünf digitale Hubs gegründet, die digitale Start-ups, etablierte Unternehmen, Wissenschaft und Investoren zusammenbringen sollen. Diese Vernetzung der verschiedenen Akteursgruppen wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Prognos evaluierte die Wirkungen der fünf DWNRW-Hubs in der ersten Förderperiode und Teilen der zweiten Förderperiode und leitete daraus Empfehlungen ab, wie die Fördermittelvergabe in Zukunft gestaltet werden kann. Die Ergebnisse der Evaluation wurden nun veröffentlicht.

Was die Digital-Hubs in NRW bewirkt haben

Die fünf DWNRW-Hubs haben sich mittlerweile zu regionalen Plattformen der digitalen Wirtschaft im Rheinland (Aachen, Bonn, Düsseldorf), im Münsterland (Münster) und im Ruhrgebiet (Essen) entwickelt. Bislang sind etwa 1.000 Start-ups Teil des Hub-Netzwerkes geworden und mehr als 55.000 Personen haben bereits an Hub-Veranstaltungen teilgenommen. Rund vier von fünf befragten Nutzerinnen und Nutzern sagen, dass sie von den Hubs in den Dimensionen Netzwerk & Sichtbarkeit sowie Wissen & Kompetenz profitiert haben. Außerdem werden die Hubs oft weiterempfohlen. Die Hubs motivieren laut den Befragten zum Unternehmertum, tragen zur Netzwerkbildung und Weiterentwicklung von Start-ups bei und unterstützen bei Förderung und Finanzierung. Auch die Preise der DWNRW-Hubs empfinden ihre Nutzerinnen und Nutzer als angemessen. Nur in zwei Bereichen wird ihre Wirkung als nicht so groß eingeschätzt: beim Zugang zu Kundschaft und Unternehmen sowie beim Zugang zu Kapital und Investorinnen wie Investoren.

Wie Digital-Hubs weiterentwickelt werden können

Prognos empfiehlt, die Förderung der DWNRW-Hubs weiterzuführen und in einigen Punkten weiterzuentwickeln. So sollten die Hubs sich international vernetzen und Partnerschaften mit Hub-ähnlichen Organisationen in anderen Ländern schließen. Außerdem sollte der Kapitalzugang für Start-ups gestärkt werden, etwa über den Aufbau von Business-Angel-Netzwerken und eigener Seed-Fonds. Zudem gilt es, die Acceleration-Programme der Hubs weiterzuentwickeln und auszubauen. Eine thematische Fokussierung der Hubs könnte ihr Profil schärfen und zur Arbeitsteilung im Start-up-Ökosystem beitragen.

Unsere Vorgehensweise

Für die Evaluation wurden die Kennzahlensysteme der DWNRW-Hubs analysiert. Außerdem wurden sekundärstatistische Daten ausgewertet und 45 Interviews geführt. Im Zentrum stand eine Online-Umfrage, an der sich rund 480 Personen beteiligten. Zusätzlich wurden in Round-Table-Diskussionen mit den DWNRW-Hubs die empirischen Ergebnisse vorgestellt und über Handlungsimplikationen gesprochen.

Direkt zur Evaluation des DWNRW-Hubs

Weitere Informationen zur Initiative DWNRW-Hubs (Website der Initiative)

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Dr. Jan-Philipp Kramer

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