Zurück zur Projektübersicht

Masterplan für den Hafen in Osnabrück

Auftraggeber

Wirtschaftsförderung Osnabrück

Jahr

2020

Der Hafen in Osnabrück hat Zukunft. Das ergab eine Befragung von Unternehmen und Organisationen im Umfeld des Stadthafens. Prognos erarbeitete im Auftrag der Wirtschaftsförderung Osnabrück einen Masterplan für den Hafen. Um den Stichkanal und das Hafenbecken in Osnabrück sind rund 40 Unternehmen ansässig und es werden dort zwischen 400.000 und 600.000 Tonnen Frachtgut pro Jahr umgeschlagen. Mit jährlich 600.000 Tonnen Frachtumschlag kann der Hafen in das Kernnetz C des Bundesverkehrswegeplans 2030 eingestuft werden. Das ist laut der Prognos-Studie ein durchaus realistisches Minimalszenario. Den „Masterplan Hafen Osnabrück“ erstellte Prognos im Auftrag der Wirtschaftsförderung Osnabrück. Er zeigt Maßnahmen auf, wie der Schiffsumschlag im Stadthafen gesteigert werden kann.

Maximalszenario mit einer Million Tonnen Schiffsumschlag

Neben dem Minimalszenario ermittelte Prognos ein Maximalszenario, bei dem der Schiffsumschlag auf knapp eine Million Tonnen pro Jahr erhöht werden kann. Dafür müssten am Hafen Unternehmen angesiedelt werden, die den Binnenschiffsumschlag für sich selbst oder für Dritte durchführen. Bei einem jährlichen Frachtumschlag von einer Million Tonnen wäre das Nutzen- Kosten-Verhältnis für den Ersatzneubau der beiden Schleusen in Haste und Hollage in etwa ausgeglichen und diese Investitionen könnten als „vordringlicher Bedarf“ in den Bundesverkehrswegeplan 2030 aufgenommen werden. Momentan können wegen der zu kleinen Schleusen nur kleinere Frachtschiffe den Hafen erreichen. Das Minimal- und Maximalszenario beruhen auf Erkenntnissen aus Interviews mit Unternehmen, die im Umfeld des Hafens Osnabrücks ansässig sind und diesen nutzen, sowie mit weiteren Organisationen. Sie wurden nach ihrer Einschätzung gefragt, wie sich das Frachtaufkommen in Zukunft entwickeln wird.

Empfohlene Maßnahmen

Neben der Vergrößerung der beiden Schleusen, damit auch moderne Binnenschiffe den Hafen in Osnabrück anlaufen können, wäre es sinnvoll, das Hafenbecken für eine Abladetiefe von 2,80 Meter auszubaggern. Dann könnten die Binnenschiffe voll beladen werden. Aber auch ohne diese Maßnahmen ließe sich das Frachtvolumen steigern, indem man auf Schubschiffe und selbstfahrende Leichter setzt. „Künftig könnten etwa Schubverbände“, so Prognos-Projektleiter Hans-Paul Kienzler, „die Erreichbarkeit des Hafens sicherstellen, da sie sich an den Engstellen in Haste und Hollage aufteilen lassen und die beschränkten Schleusenabmessungen besser ausnutzen können. In fernerer Zukunft könnten diese Leichter umweltschonend mit Elektroantrieb und sogar autonom fahren. Auf Empfehlung der Prognos AG wurde der Hafen Osnabrück in den Projektbeirat des Projekts DeConTrans aufgenommen, das sich speziell mit kleineren innovativen Schiffen befasst.“

Ergebnispräsentation des „Masterplan Hafen Osnabrück“ (PDF)
Zur Medienberichterstattung in der Hasepost

Autoren: Hans-Paul Kienzler

Unsere Arbeiten zu diesem Thema

Werfen Sie einen Blick in unsere neuesten Projekte und Aktivitäten.

Blick auf eine Dorf

Prozessbegleitung Smarte.Land.Regionen

2021

Landkreise werden Teil eines digitalen Ökosysteme. Zusammen mit Partnern begleiten wir sieben Landkreise auf dem Weg der digitalen Transformation

20210201_Erkelenz

Erkelenz im Wandel

2021

Um die Wirtschaft und den Ort innovations- und zukunftsfähig zu machen, beschäftigt sich die Stadt Erkelenz mit einer Forschungs- und Wissenschaftseinrichtung. Unser neues Konzeptpapier für die Stadt untersucht Standortfaktoren.

Mann tippt auf dem Smartphone, im Hintergrund ein Funkmast

Gutachten Smart City Brandenburg

2021

Wie gut gelingt die digitale Transformation in Brandenburgs Städten und Quartieren? Dieser Frage sind wir für das Land Brandenburg nachgegangen.

drei junge Architekten arbeiten gemeinsam an Zeichnungen

Gründungsökosystem in Mecklenburg-Vorpommern

2021

Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern hat Prognos mit einer Studie zur Bestandsaufnahme und Fortentwicklung des Gründerökosystems des Landes beauftragt.

bunte Holzsteine in Tetrisform liegen ineinander gestapelt auf einem Holztisch

Studie zur intelligenten Spezialisierung in Deutschland

2020

Für die EU-Kommission ermittelte Prognos den aktuellen Umsetzungsstand der Regionalen Innovationsstrategien zur intelligenten Spezialisierung (RIS3) in Deutschland.

Auf einem iPhone vor rotem Hintergrund ist die Prognos-Studie 30 Jahre vereintes Deutschland geöffnet

30 Jahre vereintes Deutschland

2020

Wie sind Deutschlands Regionen heute wirtschaftlich aufgestellt? Im Auftrag von ZDFzeit ziehen wir eine wirtschaftliche Bilanz.

drei Ingenieure sind konzentriert nebeneinander zu sehen

Förderung von Forschung, Entwicklung & Innovation

2020

Staatliche Beihilfen für FuE-Investitionen sind von 2014 bis 2018 gestiegen. Die Evaluierung untersucht einen Zusammenhang mit der Vereinfachung der Beihilferegeln.

Ein Mann hält einen Vortrag vor Publikum

Das Raumbild des Kreises Düren

2020

Im Auftrag der Stabsstelle Innovation und Wandel des Kreises Düren hat Prognos ein neues Raumbild für den Kreis erstellt, das beim Strukturwandel unterstützt.

Etliche Kasernen aus der Vogelperspektive

Regionalwirtschaftliche Bewertung der ehemaliger britischer Kasernen in Herford

2020

Nach dem Abzug britischer Streitkräfte aus der Hansestadt Herford wurden 2015 drei innerstädtische Kasernen zurückgegeben. Prognos ermittelte im Auftrag der Stadt die regionalwirtschaftliche Rentabilität der Entwicklung dieser Areale.

eine Gruppe von Menschen sitzt zusammen in einem Büroraum. An der Glastür kleben Post-ITs

Gründungsförderung in NRW: Evaluation des OP EFRE 2014-2020

2020

Im Rahmen der Evaluation des OP EFRE NRW ermittelte Prognos den Beitrag der Gründungsförderung zur Gründungsentwicklung in NRW.