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Mit besonderer Betrachtung der Zusammenhänge zur Förderung über den EFRE 2014-2020

Status-quo der „intelligenten Spezialisierung“ (RIS3) der Bundesländer

Auftraggeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Jahr

2017

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Regionale Innovationsstrategien zur „intelligenten Spezialisierung“ wurden durch die deutschen Bundesländer und auch europaweit von allen Regionen seit 2013 entworfen – im Sinne einer strategischen Vorgabe der EU-Kommission. Diese Strategievorgabe hat dabei geholfen, die Innovationsförderung noch besser in den Regionen Deutschlands zu verankern, wie Prognos-Experten für das Bundesbildungsministerium herausgefunden haben.

Die Alleinstellungsmerkmale und Wettbewerbsvorteile ihrer Regionen herausarbeiten – das haben die deutschen Bundesländer ab 2013 intensiv getan.

Die Länder erstellten „Regionalen Innovationsstrategien zur intelligenten Spezialisierung“ (RIS3-Strategien) – wie es die EU-Kommission für die Förderperiode 2014-2020 der Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESI-Fonds) gefordert hatte.

Aus strategischer Sicht waren diese Spezialisierungsstrategien insgesamt erfolgreich – und haben in vielen Fällen dazu geführt, dass sich regionale Innovationspolitik als strategische Querschnittsaufgabe in den Bundesländern noch stärker verankert hat.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Prognos-Studie für das Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Die Berater halten fest, dass der grundlegende Ansatz der RIS3-Strategien als sinnvoll erachtet werden kann, um regionale Innovationsförderung strategisch vorzubereiten.

Bund sollte stärker auf regionalisierte Innovationspolitik setzen

Die Strategien haben die Innovationsförderung in den Ländern relevanter gemacht, da die RIS3-Strategien – dadurch, dass sie an die ESI-Fonds Förderperiode 2014-2020 gekoppelt sind – mehr Legitimität über Legislaturperioden hinaus ermöglichen. Zudem stärkten die RIS3-Strategien die Kohärenz in der regionalen Innovationsförderung.

Gleichzeitig fanden die Prognos-Experten heraus, dass der Weg von der Strategie in die Umsetzung der Förderung vielfach langwierig war. Einerseits mussten vielfach die bestehenden Governance-Strukturen in den Ländern an die neuen strategischen Schwerpunkte angepasst werden. Andererseits hat besonders die beihilferechtliche Vorbereitung der Förderrichtlinien in zahlreichen Ländern für zeitliche Verzögerungen gesorgt. 

Für den Bund sollte es laut den Autoren der Studie darum gehen, die Entwicklung hin zu einer regionalisierten Innovationspolitik fortzuführen. Um bei der Förderung die räumliche Dimension von Innovationsprozessen und die spezifischen regionalen Gegebenheiten besser nutzen zu können, sollte der Bund noch stärker auf eine regionalisierte Innovationspolitik setzen. Weiterhin könnten die Länder ihre Innovationsförderungen besser aufeinander abstimmen, um zu klären, in welchen Feldern sie sich ergänzen können.

Zur Studie (PDF)

Autorinnen und Autoren:

Dr. Jan-Philipp Kramer, Holger Bornemann, Moritz Schrapers, Janosch Nellen

Haben Sie Fragen?

Ihr Kontakt bei Prognos

Dr. Jan-Philipp Kramer

Vize-Direktor, Leiter EU-Services

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Holger Bornemann

Partner, Direktor

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