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6. Monitoring der Energiewende

Auftraggeber

Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft

Jahr

2017

In der Energiewende bleibt Deutschland hinter seinen Zielen zurück.

Die Entwicklung der Energieeffizienz liegt deutlich unter den erwarteten Entwicklungsvorgaben des Energiekonzepts – und hat sich im Jahr 2016 im Vergleich zu 2015 merklich verschlechtert. Der Ausbau erneuerbarer Energien hingegen liegt deutlich über dem anvisierten Pfad, was zu infrastrukturellen Herausforderungen führt.

Zu diesem Ergebnis kommt das 6. Monitoring der Energiewende, das Prognos im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) erstellt hat.

Die Versorgungssicherheit Deutschlands bleibt gewährleistet. Beim Netzausbau sind keine zusätzlichen Verzögerungen gegenüber dem Vorjahr erkennbar, im Vergleich zum ursprünglichen Plan bleibt aber der Ausbau um mehrere Jahre verschoben.

Energiebedingte CO2-Emissionen stagnieren in Deutschland

In Deutschland stagnieren die energiebedingten CO2-Emissionen seit 2014 und lagen im siebten Jahr hintereinander deutlich über den Zielen.

Im Vergleich zum Monitoring des letzten Jahres zeigen sich in den Bewertungen in Deutschland wenige Veränderungen. In Bayern hat sich dagegen der Indikator der gesicherten Leistung verbessert, während die Bewertungen des Ausbaus erneuerbarer Energien und der Umweltverträglichkeit sich verschlechtert haben.

Generell befindet sich Bayern näher an der Erreichung der Ziele des Bayerischen Energieprogramms, als Deutschland an der Erreichung der Ziele des Energiekonzepts. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die jeweiligen Zielsysteme strukturell sehr unterschiedlich sind.

Zum Hintergrund

Im Herbst 2010 hat die deutsche Bundesregierung quantitative Zielgrößen definiert, um langfristig eine sichere, wirtschaftliche und umwelt- sowie klimaverträgliche Energieversorgung zu erreichen.
Entscheidende Bedeutung haben die Steigerung der Energieproduktivität sowie der Ausbau der erneuerbaren Energien.

Die damals vorgesehene Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke wurde nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima durch die geordnete Ausstiegsplanung aus der Kernkraft ersetzt, die bis 2022 umgesetzt wird.

Das Monitoring der Energiewende wurde erstmalig 2012 von Prognos im Auftrag der vbw durchgeführt. Die aktuelle sechste Fassung zeigt die Entwicklungen im Jahr 2016.

Zur Studie (PDF, vbw-Website)

Autorin: Dr. Almut Kirchner

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