Zurück zur Projektübersicht

Handel & Investitionen

Wirtschaftsbeziehungen zwischen Bayern, Deutschland & China

Auftraggeber

vbw – Vereinigung der bayerischen Wirtschaft e. V.

Jahr

2020


„Nur mit vereinter Stimme hat Europa das erforderliche Gewicht und die Größe, um auf Augenhöhe mit China verhandeln zu können.“
Johann Weiß

Das von Deutschland und China offiziell proklamierte Ziel eines „level playing fields“, also möglichst ähnlichen Zugangsbedingungen zum Markt des jeweiligen Partners, ist trotz verschiedener Ankündigungen und Neuerungen bis heute keine Realität. Umso wichtiger sei vor diesem Hintergrund die europäische Ebene, erklärt Studienautor Johann Weiß.

Direkt zur Studie  (PDF, vbw-Webseite)

Weitere Infos (vbw-Webseite)

Im Auftrag der vbw hat Prognos die Entwicklung der wirtschaftlichen Austauschbeziehungen Bayerns und ganz Deutschlands mit China untersucht: Sowohl im Handel als auch bei den Direktinvestitionen haben diese sich über viele Jahre intensiviert.

Eine genauere Betrachtung zeigt, dass chinesische Investoren in Deutschland und Bayern vor allem an Beteiligungen oder Übernahmen von Unternehmen aus Industriebranchen interessiert sind, in denen Deutschland und Bayern technologisch führend sind. Dazu gehören insbesondere die Bereiche Maschinenbau, Automobilindustrie, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Chemie und Pharma. Ein großer Teil der ausländischen Direktinvestitionen in Deutschland entfällt damit auf die in der „Made in China 2025“-Strategie (MIC 2025) festgelegten Schlüsselindustrien.

Chancen und Risiken

Auf dem Weltmarkt nimmt China eine zunehmend wichtige Rolle als Investor ein. Bayern und Deutschland stehen – als hochentwickelte Volkswirtschaften, die über zukunftsträchtige Schlüsseltechnologien verfügen – im Fokus der Going-Global-Strategie, womit die chinesische Regierung Direktinvestitionen chinesischer Unternehmen fördert. Für hiesige Unternehmen sowie den Standort Bayern bietet eine vertiefte außenwirtschaftliche Verflechtung mit China große Chancen. Gleichwohl stellen Chinas „Made in China 2025“-Strategie und die „Neue Seidenstraße“ auch ein erhebliches Risiko dar. Die MIC 2025-Strategie hat zum Ziel in „Schlüsselindustrien“ technologisch führend zu sein. Mit der Neuen Seidenstraße weitet China seinen geopolitischen Einfluss aus und sichert sich die Absatzmärkte von Morgen.

Politische Rahmenbedingungen

Neben der Entwicklung der wirtschaftlichen Austauschbeziehungen Bayerns und Deutschlands mit China untersuchten die Autorinnen und Autoren der Studie auch die politischen Rahmenbedingungen für Investitionen in beiden Ländern. Dabei wird klar: China öffnet sich zunehmend für ausländische Direktinvestitionen, bleibt aber ein stark regulierter und von Staatsunternehmen dominierter Markt.

Haben Sie Fragen?

Ihr Kontakt bei Prognos

Johann Weiß

Projektleiter

Profil ansehen

Unsere Arbeiten zu diesem Thema

Gaslücke wird kleiner, Preise bleiben hoch

2022
| Meldung

Die Gasspeicher sind gefüllt, die Gaslücke wird wahrscheinlich deutlich kleiner als befürchtet. Allerdings sind die hohen Gaspreise für manche Unternehmen nahezu unbezahlbar geworden.

Polen und Ungarn in der EU – eine wirtschaftliche Erfolgsstory in Gefahr?

2022
| Projekt

Eine Untersuchung der wirtschaftlichen Verflechtungen Polens und Ungarns mit Deutschland und Bayern für die vbw.

Kein Generationenkonflikt: Jung und Alt suchen vor allem Sicherheit.

2022
| Projekt

Studie vergleicht „Boomer“ und Generation Z: Hohes Sicherheitsbedürfnis bei Jung wie Alt.

Ökologische Transformation und Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein

laufend
| Projekt

Wie viele Fachkräfte braucht Schleswig-Holstein für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen? Was sind die Schlüsselberufe für eine erfolgreiche Umsetzung?

Digitaler Salon: Zur Zukunft des Modells Deutschland

| Event

Prognos-Geschäftsführer Christian Böllhoff diskutiert beim digitalen Salon des Zentrum Liberale Moderne die Frage: Ist das "Modell Deutschland" zukunftsfähig?

Preistransparenz in der Energiekrise

2022
| Meldung

Warum es gerade jetzt darauf ankommt, jede Kilowattstunde zu sparen und was dafür getan werden muss. Ein Gastartikel von Energieexperte Jens Hobohm und Chefvolkswirt Dr. Michael Böhmer.

Status der Gasversorgung

2022
| Meldung

Wie steht es um die Gasversorgung in Deutschland? Wie groß ist die Nachfrage? Wie gut sind die Gasspeicher gefüllt? Wie groß wäre der Schaden für die deutsche Wirtschaft bei einem Lieferstopp?

Bezifferung von Klimafolgekosten in Deutschland

2022
| Projekt

Hitze, Dürre, Fluten – für das BMWK und BMUV haben wir die bezifferbaren Kosten von Extremwetterereignissen in Deutschland seit dem Jahr 2000 systematisch zusammengeführt und durch Detailuntersuchungen ergänzt.

Veröffentlichung „Folgekosten durch den Klimawandel“

| Event

Welche Kosten haben die Extremwetterereignisse Hitzesommer 2018/2019 und Sturzflut 2020 verursacht? Unter anderem diese Fragen haben wir zusammen mit IÖW und GWS untersucht.

Lieferausfall russischen Gases – Folgen für die deutsche Industrie

2022
| Projekt

Ein neues Szenario im Auftrag der vbw zeigt, was Deutschlands Industrie bevorstehen könnte, wenn Russland kein Gas mehr liefert.