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Ein Argumentarium zur Aufnahme in das Transeuropäische Kernnetz

Die Tauern-Pyhrn/Schober-Achse (TPSA) im europäischen Kontext

Auftraggeber

Plattform Tauern-Pyhrn-Schober Achse der Länder Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark

Jahr

2018

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Die Tauern-Pyhrn/Schober-Achse (TPSA) ist ein wichtiges Teilstück der Eisenbahnstrecke von Südosteuropa nach Nordwesteuropa. Die Landesregierungen der Bundesländer Kärnten, Oberösterreich, Salzburg und Steiermark planen, die TPSA für eine Aufnahme in das Trans-European Transport Core Network (EU TEN-T Core Network) vorzuschlagen. Die nächste anstehende Revision hierzu beginnt im Jahr 2023.

Prognos wurde deshalb gemeinsam mit HERRY Consult und InfraConceptA von den Ländern mit einer Studie beauftragt. Darin wird untersucht, warum eine Aufnahme der Strecke in das Transeuropäische Kernnetz aus internationalen und nationalen strategischen Überlegungen heraus notwendig ist. Der Bericht soll anschließend als Argumentationsgrundlage dienen.

Zu diesem Zweck wurden die Argumente gebündelt und auf drei Ebenen zusammengefasst dargestellt: Auf strategischer Ebene, internationaler Nachfrageebene sowie nationaler und regionaler Nachfrageebene.

Die wichtigsten Argumente daraus lauten wie folgt:

  • Ein künftiger neuer Kernnetzkorridor mit der Alpenquerung über die Tauern-Pyhrn/Schober-Achse ermöglicht eine bessere Anbindung von Südosteuropa und den Mittelmeerhäfen an die europäischen Wirtschaftszentren in Mittel-, Nord- und Westeuropa.
  • Damit wird eine verbesserte räumliche Integration der EU - und darüber hinaus - erreicht – dies stärkt die europäische Kohäsion. Nur beide Achsen gemeinsam erfüllen die Kriterien des TEN-Kernnetzes, wobei die Pyhrn/Schober-Achse besser für den Güterverkehr und die Tauernachse besser für den Personenverkehr geeignet ist.
  • Die Verankerung im TEN-Kernnetz in dieser Form würde weiterhin (leichten) Güterverkehr (insb. kombinierter Verkehr) auf der Tauern- und (regionalen) Personenverkehr auf der Pyhrn/Schober-Achse erlauben.
  • Beide (Teil-)Achsen der TPSA werden zum Horizont 2030 deutlich mehr Güterzüge anziehen als es 2010 der Fall war, während das Angebot an Personenzügen weitestgehend konstant bleiben wird, bzw. leichter wachsen wird.
  • Neu auf die Schiene verlagerte Verkehre zwischen Europa und China, Indien, der Türkei, Iran und anderen bieten langfristig zusätzliches Potential für Güterverkehre auf der Pyhrn/Schober-Achse.
  • Die TPSA hat eine hohe Bedeutung für das Verkehrsaufkommen der beteiligten Bundesländer, insbesondere in Oberösterreich und der Steiermark sowie im grenzüberschreitenden Kombinierten Verkehr.
  • Durch die Entflechtung der Transportströme und der Verlagerung schwerer Güterverkehre auf die Pyhrn/Schober-Achse wird die Tauernachse für den Personenverkehr und den (leichten) Kombinierten Güterverkehr gestärkt.
  • Wenn der wachsende Verkehr auf der TPSA nicht aufgenommen werden kann, wird sich der Verkehr auf andere teilweise bereits ausgelastete Korridore und auf die Straße verlagern.

Zum Endbericht "Der Tauern-Pyhrn/SchoberAchse" (PDF)

Zur Broschüre "Auf dem besten Weg zu neuen Perspektiven"

Autorinnen und Autoren:

Hans-Paul Kienzler, Alexander Labinsky (Prognos), Norbert Sedlacek (Herry), Helmut Adelsberger (InfraConceptA)

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