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Energieeffizienzgespreizte LKW-Maut

Auftraggeber

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Jahr

2018

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Eine Lkw-Maut, die steigt oder fällt, je nachdem wie energieeffizient ein Fahrzeug ist – das ist die Idee einer geplanten Klimaschutz-Maßnahme. Für das Bundesverkehrsministerium hat Prognos zusammen mit der Forschungsgesellschaft Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik (FVT) untersucht, wie sich das Konzept am besten umsetzen lässt.

Um die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen, müssen der Energieverbrauch und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor deutlich gesenkt werden. Eine energieeffizienzgespreizte Lkw-Maut ist Teil der Maßnahmen für einen klimafreundlichen Straßengüterverkehr im Aktionsprogramm Klimaschutz 2020.

Die Untersuchung beleuchtet unterschiedliche Maße zur Bewertung der Energieeffizienz von Fahrzeugen und kommt zu dem Schluss, dass sich die spezifischen CO2-Emissionwerte welche im Rahmen der CO2-Flottenzielwerte ermittelt werden am besten hierfür eignen. Für mit Diesel betriebene Fahrzeuge können diese direkt in „l Diesel / 100 km umgerechnet werden. Für Fahrzeuge mit alternativen Kraftstoffen wird ein zusätzlicher Anreiz für den Einsatz von Kraftstoffen mit niedrigen CO2-Emissionen gegeben.

Doch wie kann der Mautsatz in Abhängigkeit von der Energieeffizienz ausgestaltet werden? Die Studie entwickelt hierzu zwei konkrete Konzepte – „stabile Effizienzklassen“ und „dynamische Effizienzklassen“ – und stellt sie in Hinblick auf ihre Praktikabilität in der Umsetzung gegenüber. Das Ziel ist es, sowohl einen möglichst hohen Anreiz für Energieeffizienz in allen Fahrzeugklassen zu schaffen, als auch stabile Mauteinnahmen zu gewährleisten (Aufkommensneutralität). Dies wird durch eine Rückkopplung der Mautsätze an die Effizienzverteilung der Fahrzeuge erreicht. Ein entscheidender Anteil der Wirkung wird erreicht indem neben der Energieeffizienz des Zugfahrzeuges auch aerodynamische Verbesserungen am Sattelhänger beim Mautsatz berücksichtigt werden.

Das Konzept „stabile Effizienzklassen“ sieht vor, dass Effizienzklassen mit einer festen Klassenbreite und zeitlich stabilen Klassengrenzen definiert werden. In dem Konzept „dynamische Effizienzklassen“ erfolgt die Zuordnung eines Fahrzeuges zu einer Effizienzklasse relativ zur Effizienz anderer Fahrzeuge. Die Studie geht davon aus, dass die Umsetzung des Konzepts „stabile Effizienzklassen“ wahrscheinlicher ist, da dieses leichter international abstimmbar und besser nachvollziehbar ist.

Abschließend wird untersucht, welche Wirkungen auf den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen des mautpflichtigen Güterverkehrs durch die Umstellung der Maut erzielt werden können. Dabei werden unterschiedlich stark ausgeprägte Mautsatzspreizungen für das Konzept „stabile Effizienzklassen“ untersucht.

Zur Langfassung (PDF)

Zur Kurzfassung (PDF)

Zur Meldung des Bundesverkehrsministeriums

Autorinnen und Autoren:

Samuel Straßburg, Alex Auf der Maur, Dr. Alexander Piégsa, Stephan Kritzinger (Prognos), Dr. Martin Rexeis, Prof. Stephan Hausberger, Antonius Kies (FVT)

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