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Energieperspektiven Schweiz 2050+

Auftraggeber

Bundesamt für Energie BFE

Jahr

2021

Die Schweiz will bis 2050 klimaneutral sein. Konkretisiert wird dieser Plan in der „Langfristigen Klimastrategie der Schweiz“. Grundlegend dafür ist ein Energiesystem der Zukunft ohne fossile Energien und ohne Kernenergie, in der eine sichere, saubere, bezahlbare und weitgehend inländisch produzierte Energieversorgung gewährleistet ist. Die Ziele der Energie- und der Klimapolitik sind somit eng verknüpft.

Klimaneutrale Energieversorgung

„Unsere Untersuchung zeigt, dass die Schweiz ihre Energieversorgung bis 2050 klimaneutral umbauen kann“, bestätigt Projektleiterin Dr. Almut Kirchner. Die dafür nötigen Technologien seien vorhanden oder hätten in ihrer Entwicklung bereits ihre Funktionsfähigkeit und den möglichen Lösungsbeitrag gezeigt. Sie müssten in den kommenden 30 Jahren jedoch rasch und umfassend ein- und umgesetzt werden.

Zentrale Maßnahmen sind die Reduktion des Einsatzes fossiler Energieträger und der umfassende Ausbau erneuerbarer Energien in der Strom- und Wärmeversorgung. Da die strombasierte Bereitstellung von Wärme und Mobilität fossile Energieträger ersetzt, bedeutet dies einen höheren Strombedarf. Insgesamt kann das Land aber den Pro-Kopf-Energieverbrauch deutlich senken: dank Effizienzmaßnahmen wird insgesamt ein geringerer Energieeinsatz erzielt. Elektrische Anwendungen sind zudem effizienter als fossile. Verbleibende Treibhausgasemissionen müssen darüber hinaus durch Abscheidung und Speicherung von CO2 kompensiert werden, um Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 zu gewährleisten.

Energieversorgung 2050: moderate Mehrkosten und geringere Auslandsabhängigkeit

Das Ziel der möglichst vollständig inländischen und erneuerbaren Energieversorgung im Jahr 2050 erfordert verstärkte Investitionen für die Erneuerung, Modernisierung und den Ersatz bestehender Energieinfrastrukturen, Gebäude, Anlagen, Geräte und Fahrzeuge. Mit dem Netto-Null-Ziel erhöht sich dieser Investitionsbedarf um 8 Prozent. Gleichzeitig wird deutlich weniger Energie importiert und damit die Auslandsabhängigkeit gesenkt.

Methode

Die Arbeit wurde mit den bewährten Bottom-up-Energiesystemmodellen von Prognos, INFRAS und TEP Energy modelliert, und von Prognos zur Gesamtsynthese zusammenge-baut. Mit diesen werden die Energienachfrage und das Energieangebot (vor allem von Strom und Fernwärme) detailliert auf den technischen Grundlagen der verschiedenen Verbrauchssektoren und Anwendungszwecke sowie mit Kraftwerkspark, Fernwärmeer-zeugung etc. abgebildet. Hierbei werden die Investitionszyklen und Lebensdauern der langlebigen Investitionsgüter im Energiesystem besonders berücksichtigt. Ebenso werden die zahlreichen Wechselwirkungen zwischen den Teilsektoren des Systems abgebildet, welche die Gesamtdynamik bestimmen.

Zur Projektseite der Energieperspektiven 2050+ (Webseite BFE)

Energieperspektiven 2050+: Zusammenfassung (PDF, Webseite BFE)

Energieperspektiven 2050+: Kurzbericht (PDF, Webseite BFE)

Zur Medienmitteilung (Webseite BFE)

Autorinnen & Autoren:
Dr. Almut Kirchner, Andreas Kemmler

13.11.2021 | Präsentation Energieperspektiven Schweiz 2050+

Am 13. November war Dr. Andreas Kemmler bei der Infoveranstaltung „Energieperspektiven 2050/Energiewende 2050. Neue Analysen für die Schweiz und Deutschland“ zu Gast. Nach einer Begrüßung durch den Präsidenten der energie-wende-ja, Dr. Ruedi Meier, präsentierte Dr. Andreas Kemmler die Energieperspektiven Schweiz 2050+.

Die Veranstaltung diente unter anderem dazu, die Kosten und Nutzen der Schweizer und Deutschen Energieperspektiven aufzuzeigen und die politische Machbarkeit zu diskutieren. Ein Vergleich der Energieperspektiven beider Länder zeigte Stärken und Schwächen in den Zielsetzungen und im Vorgehen auf.

An einer vertiefenden Podiumsdiskussion nahmen Barbara Schaffner (Nationalrätin GLP ZH), Kurt Egger (Nationalrat Grüne TG), Leo Keller (Präsident des Fachausschuss Energie+Klima SP AG) sowie Felix Nipkow (Leiter Fachbereich erneuerbare Energie, Schweizerische Energie-Stiftung SES) teil.

 

13.10.2021 | Exkurse: Winterstrom und Biomasse in der Schweizer Stromerzeugung bis 2050+

Das Ziel der Schweizer Klimastrategie ist eine ausgeglichene Jahresbilanz der Treibhausgase (Netto-Null) bis spätestens 2050. Zurzeit besteht die Stromversorgung der Schweiz vor allem aus Wasserkraft und Kernenergie. Die Kernkraftwerke sollen am Ende der Lebensdauer außer Betrieb genommen werden, wodurch Wasserkraftwerke und erneuerbare Energien mehr Bedeutung erlangen werden. Prognos analysierte im Auftrag des Schweizer Bundesamtes für Energie (BFE) im Rahmen der Energieperspektiven 2050+ die künftige Deckung des Winterstrombedarfs und gemeinsam mit dem Partner Infras Einsatzmöglichkeiten von Biomasse im Energiesystem der Schweiz. Ergebnisse der Analysen sind nun in Form von Exkursen zu den Energieperspektiven 2050+ veröffentlicht.

08.09.2021 | Exkurse: Energieperspektiven Schweiz 2050+

Im Rahmen der Energieperspektiven 2050+ erstellte Prognos gemeinsam mit den Partnern TEP Energy GmbH, INFRAS AG und Ecoplan AGeine Reihe von Exkursen. Diese Exkurse vertiefen die Rolle verschiedener Technologien der Stromerzeugung bzw. zur CO2-Entnahme und -Speicherung im Kontext des Netto-Null-Szenarios (Szenario ZERO). Die Exkurse zur thermischen Stromerzeugung und Wärme-Kraft-Kopplung sowie Negativemissionstechnologien und CCS-Potenzialen wurden nun veröffentlicht.

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Dr. Almut Kirchner

Direktorin, Partnerin

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Dr. Andreas Kemmler

Prinzipal

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