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Energiewirtschaftliche Projektionen 2030/2050

Auftraggeber

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Jahr

2020

Im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums hat Prognos ermittelt, ob das Klimaschutzpaket der Bundesregierung ausreicht, um die Klimaziele Deutschlands bis 2030 zu erreichen.

Die Auswertung zeigt: Deutschland verfehlt das selbst gesetzte Klimaziel 2030 – wenn auch nur knapp. Untersucht wurde die Wirkung des Klimaschutzprogramms in den Sektoren Verkehr, Gebäude, Strom- und Fernwärmeerzeugung sowie sonstige Umwandlung, Industrie, Landwirtschaft und Abfall.

Laut Gutachten werden die anvisierten Ziele in allen Sektoren außer dem Abfall nicht erreicht. Während im Gebäude- und insbesondere im Verkehrssektor die Ziele deutlich verfehlt werden, ist die Zielverfehlung in den Sektoren Industrie und Umwandlung vergleichsweise gering.

Die Ergebnisse zeigen insgesamt, dass die Wirkungen des Klimaschutzpaketes der Bundesregierung noch nicht ausreichen, um die Ziele Deutschlands bis 2030 zu erreichen. Um die vereinbarten Absichten einzuhalten, müssten die Treibhausgas-Emissionen in allen Bereichen (außer dem Abfall) noch weiter reduziert werden.

Für die Beurteilung der Klimaziele wurden mit Hilfe von verknüpften Bottom-up-Simulationsmodellen für das gesamte Energiesystem zwei Szenarien für das Energiesystem Deutschlands berechnet:

  • eine Referenzentwicklung, welche auf den bis Ende 2017 eingeführten politischen Maß-nahmen basiert und aktuelle Trends fortschreibt sowie
  • ein Szenario, welches die Maßnahmen des Klimaschutzprogramms 2030 berücksichtigt.

Grundlage für die berücksichtigten Maßnahmen sind im Wesentlichen der Beschluss des Klimaschutzprogramms vom September 2019 sowie Folgeentscheidungen wie der Kompromiss des Vermittlungsausschusses zum Klimapaket vom 18. Dezember 2019. Bestandteil des Maßnahmen-Sets sind auch die aktuellen EU-Bestimmungen wie die RED II und die Flottengrenzwerte im Verkehr.

Bei dem am 12. März veröffentlichten Bericht des BMWi handelt es sich um einen Vorabbericht. Das gesamte Gutachten in voller Länge wird voraussichtlich im Sommer 2020 veröffentlicht.

Zum Bericht auf der Seite des BMWi
Zur Pressemitteilung des BMWi
Anfragen zum Bericht beantwortet das BMWi. Hier gelangen Sie zu den Kontaktdaten.

Autorinnen und Autoren: Dr. Andreas Kemmler, Dr. Almut Kirchner, Alex Auf der Maur, Florian Ess, Sven Kreidelmeyer, Dr. Alexander Piégsa, Dr. Thorsten Spillmann, Marco Wünsch, Inka Ziegenhagen

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Dr. Andreas Kemmler

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Dr. Almut Kirchner

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