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Erstellung einer Roadmap für die Freie und Hansestadt Hamburg

Gesamtstädtisches Konzept Letzte Meile

Auftraggeber

Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg

Jahr

2020

Die Stadt Hamburg will Modellregion für eine schonende Abwicklung der letzten Meile werden und verknüpft dies mit konkreten umweltpolitischen Zielen. Als ein Baustein zur Erreichung dieser Ziele hat Prognos gemeinsam mit ILS und KE Consult ein gesamtstädtisches Konzept zur Abwicklung der letzten Meile erarbeitet, das diesen Ansprüchen gerecht wird. Das Konzept ist inhaltlich mit anderen Strategiepapieren des Hamburger Senats wie z. B. dem „Green City Plan“, der „ITS Strategie“, der „Verkehrsentwicklungsplanung“ oder dem „Luftreinhalteplan“ verzahnt.

Messbare Ziele

Insgesamt sieht die Studie vor, bis 2030 die Emissionen der KEP (Kurier-Express-Paket-Dienst) Dienstleister um 40% zu senken und den Verkehrsfluss spürbar zu verbessern. Dafür sind messbare Unterziele definiert: So sollen z.B. 25% der Lieferungen an private Haushalte und 5% der Lieferungen an Unternehmen über Lastenfahrräder abgewickelt werden. Weitere 30% der Lieferungen an private Haushalte sollen an Packstationen geliefert werden, um Mehrfachzustellungen zu minimieren. Ebenso sollen bis 2030 95% der KEP-Fahrzeuge emissionsfrei fahren.

Vorgeschlagene Maßnahmen

Insgesamt wurden 24 Maßnahmen vorgeschlagen, welche anhand einer Roadmap in verschiedenen Etappen (ab sofort, bis 2025/2030) umgesetzt werden sollen. Neben der Elektrifizierung des Lieferverkehrs, die federführend von der Branche selbst zu leisten ist, steht die Verlagerung einer möglichst großen Anzahl von Sendungen auf Lastenräder im Zentrum der Umsetzung. Durch den Einsatz kleinerer Fahrzeuge können nicht nur die Emissionen gesenkt werden, sondern auch große Teile der Infrastrukturkonflikte aufgelöst werden.

Voraussetzung dafür ist ein umfassendes Netz von Micro-Hubs, von denen aus die Feinverteilung mit Lastenrädern erfolgt. Weitere Maßnahmen sind z.B. smarte (reservierbare) Ladezonen, die das Parken von Lieferfahrzeugen in zweiter Reihe reduzieren sollen. Die Folge sind weniger Emissionen, ein verbesserter Verkehrsfluss und eine Erhöhung der Verkehrssicherheit;auch Pick-up Points am Arbeitsplatz oder in Bereichen des ÖPNV, an die Pakete gebündelt geliefert werden, gehören zum Maßnahmenpaket. Durch solche Sammelstellen können Mehrfachzustellversuche vermieden werden und die Zusammenfassung von Lieferungen senkt Emissionen und Verkehrsbelastung. Weitere organisatorische Elemente (Lenkungskreis, zentraler Ansprechpartner für Urbane Logistik, etc.) runden das Maßnahmenpaket ab.

Zur Studie (PDF, Webseite Freie und Hansestadt Hamburg)

Autorinnen und Autoren:

Sven Altenburg, Alexander Labinsky (Prognos); Prof. Dr.-Ing. Dirk Wittowsky, Dr. Sören Groth, Jan Garde (ILS); Dr. Klaus Esser, Dr. Judith Kurte (KE CONSULT)

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Sven Altenburg

Bereichsleitung Mobilität & Transport

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Alexander Labinsky

Projektleiter

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