Zurück zur Projektübersicht

Medizinische Rehabilitation Erwerbstätiger

Auftraggeber

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V. (DEGEMED), Verband der Privatkliniken Nordrhein Westfalen e.V. (VDPK NRW), Verband der Privatkliniken in Thüringen e.V. (VPKT)

Jahr

2009

Als PDF anzeigen

Die medizinische Rehabilitation wird angesichts des demografischen Wandels, steigender Lebensarbeitszeit und zunehmender chronischer Erkrankungen künftig für Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland stark an Bedeutung gewinnen. Sie spart der Volkswirtschaft schon jetzt Milliarden an Renten-, Arbeitslosen- und Krankengeldzahlungen, sichert Arbeitsplätze, erhält den Betrieben wertvolles Know-how, dringend benötigte Fachkräfte und vermindert deren krankheitsbedingte Fehlzeiten. Das zeigen die Ergebnisse der Studie „Die medizinische Rehabilitation Erwerbstätiger – Sicherung von Produktivität und Wachstum“ der Basler Prognos AG, die heute anlässlich des 6. Deutschen Reha-Tages veröffentlicht wurde.

Beeindruckender Spar-Effekt

Erstmals ist es mit der Untersuchung gelungen, den volkswirt­schaftlichen Beitrag der medizinischen Rehabilitation genauer zu beziffern. Anhand fünf ausgewählter Reha-Indikationen der Deutschen Rentenversicherung, die im Jahr 2005 rund 45 Prozent aller medizinischen Reha-Maßnahmen (365.000 Rehabilitanden) umfassten, berechneten die Prognos-Experten den Spar-Effekt. Danach ergaben gewonnene Berufstätigkeitsjahre und reduzierte Arbeitsunfähigkeitstage im Untersuchungsjahr einen Netto-Effekt von 0,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts oder 5,8 Milliarden Euro. Dem standen nur rund 1,1 Milliarden Euro an Ausgaben für die medizinische Rehabilitation gegenüber. Für jeden in die medizinische Rehabilitation investierten Euro gewinnt die Gesellschaft damit schon heute fünf Euro zurück.

Vervierfachung bei verstärkter Inanspruchnahme realistisch

In einem von den Forschern realistisch angelegten Szenario könnte sich der volkswirtschaftliche Nettonutzen der medizinischen Rehabilitation bis zum Jahr 2025 sogar auf 23,1 Milliarden Euro vervierfachen. Voraussetzung dafür ist allerdings, so die Studie, dass rehabilitationsbedürftige Versicherte die Leistungen der medizinischen Rehabilitation rechtzeitig nutzen können. Die Forscher fordern deshalb verstärkt aktivere Möglichkeiten zu erproben, um Versicherte frühzeitig zu einer Antragstellung zu bewegen und den Zugang zu Leistungen zu verbessern. Gleichzeitig seien intensivere Forschungen erforderlich, um die verbesserte Wirksamkeit der medizinischen Rehabilitation zu belegen.

Kurzfassung (PDF, 36 Seiten)

Langfassung (PDF, 88 Seiten)

Autorinnen und Autoren:

Michael Steiner, Dr. Christian Zwingmann, Dr. Wolfgang Riedel, Dr. Reinhard Schüssler, Ute Zweers

Unsere Arbeiten zu diesem Thema

EIn Zimmer imr Kindergarten

Finanzierungs- und Fördergesetz der Kindertagesbetreuung in NRW

laufend
| Projekt

Wie wirkt das nordrhein-westfälische Finanzierungssystem der Kindertagesbetreuung auf die Trägervielfalt in NRW? Evaluation für MKFFI NRW.

Blick von unten auf Flaggen der EU

Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft in der EU

2021
| Studien & Projekte

Ein neues Dossier gibt Überblick über die Förderinstrumente der Europäischen Union für die Kultur- und Kreativwirtschaft der Förderperiode 2021-2027.

Junge Frau bedient einen Touchscreen-Monitor im Museum

Trendradare

2021
| Studien & Projekte

Edutainment, Abomodelle und KI sind Zukunftsfelder der Kultur- und Kreativwirtschaft. Für das Kompetenzzentrum entwickelte Prognos einen Trendradar.

Vater und Sohn gehen zur Kita

Väter von heute – Rollenbild und Realität

2021
| Projekt

Viele Väter wollen sich in gleichem Maß an der Erziehung ihrer Kinder beteiligen wie Mütter. Ob sich jedoch Wunsch und Wirklichkeit decken und welche Bedeutung die Corona-Pandemie dabei hat, zeigt der Väterreport.

Ein Kind geschaut sich in einem Museum um

„Kulturrucksack NRW“ – kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche

laufend
| Projekt

Junge Menschen für Kunst und Kultur zu begeistern, ist das Ziel des „Kulturrucksacks NRW“. Ob das Programm seine Ziele erreicht, untersucht Prognos erneut für das Kulturministerium NRW.

Schwangere Frau beim Teammeeting

Diskriminierungserfahrungen von Eltern und Pflegenden am Arbeitsplatz

laufend
| Projekt

Es kommt vor, dass sich Eltern und Pflegende am Arbeitsplatz benachteiligt fühlen. Prognos untersucht Ausmaß und Formen dieser Diskriminierungserfahrungen im Beruf.

Lehrer spricht vor Schulklasse

Evaluation Berufliche Orientierung

2021
| Projekt

Was macht gute Berufliche Orientierung aus? Über drei Jahre hat Prognos Maßnahmen der Beruflichen Orientierung in Brandenburg evaluiert.

Ein Button, mit dem sich eine Tür öffnen lässt.

Evaluation der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung

2021
| Projekt

Wie gut gelingt die unabhängige Teilhabeberatung durch die EUTB? Erste Ergebnis liefert der Zwischenbericht der wissenschaftlichen Begleitung.

Junge Mutter spricht zu ihrem kleinen Sohn

Situation von allein- oder getrennterziehenden Eltern

2021
| Projekt

Monitor Familienforschung präsentiert neue Zahlen, Fakten und Studienergebnisse zur Situation Allein- und Getrennterziehender in Deutschland.

Sohn eines alleinerziehenden Vaters, der mit Spielzeugblöcken spielt

Aus der Corona-Krise lernen

2021
| Projekt

Erfahrungen und neue Impulse für die betriebliche Vereinbarkeitspolitik.

Über Prognos

Wir geben Orientierung.

Prognos ist eines der ältesten Wirtschaftsforschungsunternehmen Europas. An der Universität Basel gegründet, forschen Prognos-Expertinnen und -Experten seit 1959 für verschiedenste Auftraggeber aus dem öffentlichen und privaten Sektor – politisch unabhängig, wissenschaftlich fundiert.

Mehr erfahren