Reicht mein Einkommen aus, um mir die Pflege leisten zu können? Der Report zeigt deutliche regionale Unterschiede, wie viel stationäre Altenpflege kostet. Im Nordosten müssen sich Senioren weniger um die Finanzierung eines Pflegeheimplatzes sorgen als im Südwesten Deutschlands. In Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg sowie in den Stadtstaaten übersteigen die Pflegekosten das durchschnittliche Jahreseinkommen der über 80-Jährigen zum Teil deutlich. Bundesweit reicht in 44 Prozent der Kreise das Durchschnittseinkommen der alten Menschen rechnerisch nur für maximal elf Monate stationärer Pflege. In einem Viertel der Kreise liegt die durchschnittliche Kaufkraft sogar so niedrig, dass die über 80-Jährigen nur maximal zehn Monate stationäre Pflege pro Jahr finanzieren können. In den ostdeutschen Bundesländern, Schleswig-Holstein und weiten Teilen Niedersachsens hingegen ist die durchschnittliche Kaufkraft der Senioren mehr als ausreichend, um die stationären Pflegekosten zu tragen. In einem Fünftel der Kreise könnten sie sich theoretisch sogar 13 Monate Pflege und mehr pro Jahr leisten. Im Auftrag der Bertelsmann Stiftung untersuchten Pflegeexperten der Prognos AG die Pflegelandschaft Deutschlands. Wie sehen die regionalen Unterschiede in der pflegerischen Versorgung in Deutschland aus? Im Zentrum der Studie standen folgende Bürgerfragen: 1. Wie wird vor Ort gepflegt: durch Angehörige, ambulante Dienste oder stationär? 2. Wie ist die Erreichbarkeit der stationären Pflegeeinrichtungen? 3. Wie wird die Qualität der Pflege in der Region bewertet? 4. Welche Leistung bekomme ich für mein Geld? 5. Reicht mein Einkommen aus, um mir die Pflege leisten zu können? 6. Gibt es in Zukunft ausreichend Pflegepersonal in meiner Region? Die Untersuchung nutzt alle auf Kreisebene verfügbaren belastbaren Daten, um die unterschiedlichen Aspekte der Pflegelandschaft vergleichbar darzustellen. Die Datenlage ist allerdings unzureichend und lückenhaft. So stehen Informationen über Pflegeberatung, niedrigschwellige Angebote, Tages- oder Kurzzeitpflege nicht zur Verfügung, weshalb diese Themenbereiche in der Studie nicht betrachtet werden konnten. Zur Studie (PDF, 48 Seiten) Autorinnen und Autoren: Dr. Tobias Hackmann, Dr. Ronny Klein, Tina Schneidenbach, Markus Anders, Janko Vollmer Unsere Arbeiten zu diesem Thema Die wirtschaftliche und soziale Lage in kreativen Berufen laufend | Projekt In einer umfassenden Studie analysiert Prognos die soziale und wirtschaftliche Lage von freischaffenden und hybrid erwerbstätigen Kreativen. Die Ergebnisse dienen als Basis für zielgerichtete Verbesserungen. Mehr dazu Kick-Off-Event zum Start des Präventionsprogrammes „Anfangsglück“ 16. Juni 2023 | Event Prognos begleitet und evaluiert das Präventionsprogramm „Anfangsglück: Ernährung gemeinsam entdecken". Am 16. Juni 2023 findet die Auftaktveranstaltung statt. Mehr dazu Rente mit 63 – Quo vadis? 2023 | Projekt Die Rente mit 63 ist sehr beliebt. Allein 2021 nutzen mehr als 270.000 Menschen die Möglichkeit des vorgezogenen Renteneintritts. Das zeigt unsere Studie für die INSM. Mehr dazu Sozialkonferenz: Die Situation Alleinerziehender in Deutschland und NRW 28. März 2023 | Event Am 28. März referiert Evelyn Stoll auf der ersten Sozialkonferenz der Stadt Oberhausen zur Situation Alleinerziehender in Deutschland und NRW. Mehr dazu Evaluation der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland 2022 | Projekt Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland berät und informiert zu gesundheitlichen Fragen. Wir haben ihre Arbeit unter die Lupe genommen. Mehr dazu Inflation – Mehrbelastung und Entlastung von Familienhaushalten 2023 | Projekt Berechnungen zu inflationsbedingten Mehrausgaben privater Haushalte und Wirken des Entlastungspaket der Bundesregierung. Mehr dazu Patientenfürsprache in deutschen Krankenhäusern auf dem Prüfstand 2022 | Projekt Patientenfürsprache ist ein ehrenamtliches Beratungsangebot für Menschen im Krankenhaus. Prognos untersuchte erstmals den Status quo der Patientenfürsprache in deutschen Krankenhäusern. Mehr dazu Zweiter Sozialbericht des Freistaates Sachsen 2022 | Projekt Prognos hat für das Sächsische Ministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt die soziale Lage im Freistaat Sachsen analysiert. Mehr dazu Workshop: Internationale Erfahrungen bei der Evaluation von Mindestlöhnen 07. Oktober 2022 | Event Gwendolyn Huschik nimmt am internationalen Workshop der Mindestlohnkommission teil. Mehr dazu AXA bAV Symposium: Demografische Entwicklung in Deutschland 21. September 2022 | Event Dr. Oliver Ehrentraut referiert zum Thema „Demografische Entwicklung“. Mehr dazu Kein Generationenkonflikt: Jung und Alt suchen vor allem Sicherheit. 2022 | Projekt Studie vergleicht „Boomer“ und Generation Z: Hohes Sicherheitsbedürfnis bei Jung wie Alt. Mehr dazu Folgen des Mindestlohns für die Saisonbeschäftigung 2022 | Projekt Seit 2015 gibt es den gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland. Dessen Folgen für Saisonbeschäftigung untersuchte Prognos im Auftrag der Mindestlohnkommission. Mehr dazu Haushalte, Einkommen und Altersvorsorge 2022 | Projekt Ohne zusätzliche Vorsorge können die Menschen ihren Lebensstandard im Alter nicht halten. Eine Studie für den GDV untersucht, wie viel die Haushalte für die Rente sparen sollten und was sie sich leisten können. 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