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Die pflegerische Versorgung im Regionalvergleich

Report Pflegeinfrastruktur

Auftraggeber

Bertelsmann Stiftung

Jahr

2016

Reicht mein Einkommen aus, um mir die Pflege leisten zu können? Der Report zeigt deutliche regionale Unterschiede, wie viel stationäre Altenpflege kostet. Im Nordosten müssen sich Senioren weniger um die Finanzierung eines Pflegeheimplatzes sorgen als im Südwesten Deutschlands.

In Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg sowie in den Stadtstaaten übersteigen die Pflegekosten das durchschnittliche Jahreseinkommen der über 80-Jährigen zum Teil deutlich. Bundesweit reicht in 44 Prozent der Kreise das Durchschnittseinkommen der alten Menschen rechnerisch nur für maximal elf Monate stationärer Pflege. In einem Viertel der Kreise liegt die durchschnittliche Kaufkraft sogar so niedrig, dass die über 80-Jährigen nur maximal zehn Monate stationäre Pflege pro Jahr finanzieren können.

In den ostdeutschen Bundesländern, Schleswig-Holstein und weiten Teilen Niedersachsens hingegen ist die durchschnittliche Kaufkraft der Senioren mehr als ausreichend, um die stationären Pflegekosten zu tragen. In einem Fünftel der Kreise könnten sie sich theoretisch sogar 13 Monate Pflege und mehr pro Jahr leisten.

Im Auftrag der Bertelsmann Stiftung untersuchten Pflegeexperten der Prognos AG die Pflegelandschaft Deutschlands. Wie sehen die regionalen Unterschiede in der pflegerischen Versorgung in Deutschland aus? Im Zentrum der Studie standen folgende Bürgerfragen:

1.   Wie wird vor Ort gepflegt: durch Angehörige, ambulante Dienste oder stationär?
2.   Wie ist die Erreichbarkeit der stationären Pflegeeinrichtungen?
3.   Wie wird die Qualität der Pflege in der Region bewertet?
4.   Welche Leistung bekomme ich für mein Geld?
5.   Reicht mein Einkommen aus, um mir die Pflege leisten zu können?
6.   Gibt es in Zukunft ausreichend Pflegepersonal in meiner Region?

Die Untersuchung nutzt alle auf Kreisebene verfügbaren belastbaren Daten, um die unterschiedlichen Aspekte der Pflegelandschaft vergleichbar darzustellen. Die Datenlage ist allerdings unzureichend und lückenhaft. So stehen Informationen über Pflegeberatung, niedrigschwellige Angebote, Tages- oder Kurzzeitpflege nicht zur Verfügung, weshalb diese Themenbereiche in der Studie nicht betrachtet werden konnten.

Zur Studie (PDF, 48 Seiten)

Autorinnen und Autoren:

Dr. Tobias Hackmann, Dr. Ronny Klein, Tina Schneidenbach, Markus Anders, Janko Vollmer

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