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Evaluation | Mittwoch, 05.02.2020

Landesaktionsplan Schleswig-Holstein

Prognos evaluierte im Auftrag des Schleswig-Holsteinischen Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung den ersten Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Ein guter erster Plan ist gelungen, aber es gibt noch viel Potenzial für Verbesserungen.

© iStock.com - Portra

Prognos wurde im April 2019 mit der Evaluation des Landesaktionsplans zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Schleswig-Holstein beauftragt. Der Auftrag: Eine wissenschaftliche Untersuchung der Konzeption des Aktionsplans, der gewählten Steuerungsansätze sowie der Partizipation von Menschen mit Behinderungen. Darauf basierend sollten Handlungsempfehlungen erarbeitet werden.

In Anwesenheit des Schleswig-Holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther wurde am 5. Februar der Endbericht zur Evaluation des Landesaktionsplan an den Landesbehindertenbeauftragten sowie die Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein übergeben. Prognos-Projektleiter Jan Braukmann stellte die Ergebnisse vor.

Aktueller Stand des Landesaktionsplan Schleswig-Holstein

Bei der Evaluation wurden drei Bereiche des Landesaktionsplans untersucht: die Konzeption und die Inhalte des Plans, die Steuerungsprozesse sowie die Umsetzung. Wesentliche Ergebnisse sind: Der Plan zeichnet sich durch eine übersichtliche und leicht nachvollziehbare Darstellung aus. Es wurden alle Institutionen und Strukturen geschaffen, die zur Steuerung des Landesaktionsplans notwendig sind. Nur bei wenigen Maßnahmen zeichnet sich ab, dass sie nicht umgesetzt werden. Kritisiert wird u. a., dass der Plan an vielen Stellen wenig konkret ist. Ziele sind wenig messbar formuliert, Maßnahmen-Formulierungen z. T. allgemein, Laufzeiten nicht immer klar terminiert. Außerdem fehlte es grundsätzlich an einem konkreten und öffentlich zugänglichen Partizipationskonzept für die Menschen mit Behinderungen und die weitere Zivilgesellschaft. Dieses Konzept soll transparent Auskunft über den gesamten Partizipationsprozess geben außerdem Ziele und Grenzen benennt und zum Erwartungsmanagement bei der Zivilgesellschaft beitragen.

Handlungsempfehlungen

Für die Weiterentwicklung des Landesaktionsplans, die erfreulicherweise bereits von der Landesregierung geplant ist, hat Prognos einen umfangreichen Empfehlungskatalog entwickelt. Dazu gehören Empfehlungen zur Konzeption der Maßnahmen, die zukünftig konkreter und messbar formuliert werden sollten. Für die Beteiligung von Menschen mit Behinderungen an der weiteren Konzeption und Umsetzung des Plans sollte ein transparentes, kontinuierliches und verbindliches Konzept erstellt werden. Der Umsetzungsstand des Landesaktionsplan sollte erfasst und für die Zivilgesellschaft öffentlicht einsehbar sein.

undefinedZur Evaluation in der Prognos-Publikationsdatenbank
undefinedDirekt zur Evaluation (PDF)