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Folgemaßnahmen zu Cluster-Initiativen

Auftraggeber

Europäische Kommission

Jahr

2021

Die EU-Cluster-Initiativen wurden eingeführt, um den Markteintritt und die Marktdurchdringung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu erleichtern. Eine europaweite Zusammenarbeit der Cluster soll hiermit ermöglicht werden, um sektorübergreifende Wertschöpfungsketten zu unterstützen und die Exzellenz von Clustern zu verbessern.  

Die Evaluationsergebnisse

Hinsichtlich der Funktionsweise der EU-Cluster-Förderinitiativen ergibt sich ein komplexes Bild. Die Evaluation ergab, dass die Maßnahmen zur Clusterförderung weitgehend als gut strukturiert und intern kohärent angesehen werden. Die gesetzten Ziele, organisierte Veranstaltungen, initiierte Partnerschaften und Unterstützung von KMU werden weitgehend erzielt. Der Einsatz von Clusterorganisationen als Vermittler bei der Unterstützung und Weitergabe finanzieller Mittel an KMU („Cascade funding“) wird als effizient bewertet, da die administrativen Hürden vergleichsweise niedrig sind. Plattformen haben zur Verbesserung der Arbeit von Clusterorganisationen beigetragen, beispielsweise in zentralen Dimensionen wie der Kooperation, dem Matchmaking und der Beratung von Clustermitgliedern. Weiterhin haben die Plattformen zur Sammlung und Verbreitung von Informationen bezüglich der Rolle von Clusterorganisationen sowie ihrer Aktivitäten und Erfolge beigetragen.  
 
Ein ambivalentes Bild zeigt sich bezüglich der längerfristigen Auswirkungen der EU-Cluster-Initiativen. Die Zielerreichung der jeweiligen Initiativen und die Auswirkungen auf KMU sind schwer zu messen, da diese nur indirekt angesprochen werden. Clusterorganisationen bewerten insbesondere die transnationalen und sektorübergreifenden Komponenten der Initiativen als positiv, die ihnen geholfen haben, ihr Netzwerk zu erweitern und Kapazitäten aufzubauen. Was die Kohärenz der Initiativen betrifft, so besteht Verbesserungspotenzial für eine bessere Integration und Nutzung von Synergien der EU-Cluster-Initiativen mit weiteren Landes- und EU-Programmen.

„Neben den für die jeweiligen EU-Cluster-Initiativen spezifischen Vorschlägen empfehlen wir die Stärkung industrieller Ökosysteme in der EU“, sagt Dr. Jan-Philipp Kramer, Projektleiter der Studie. Dies kann gelingen durch die Unterstützung von Clusterorganisationen auf ihrem Weg zur Globalisierung, die Förderung von Partnerschaftsprojekten durch die Verbindung von digitaler Adaption und nachhaltiger Wertschöpfung sowie durch verstärkte Investitionen in die Verbesserung von Geschäftsmodellen der Cluster.

Zur Studie (Website EU, Englisch)

Projektteam: Dr. Jan-Philipp Kramer, Janis Neufeld, Marie-Kristin Komendzinski, Lennart Galdiga, Aneta Sadlik, Moritz Glettenberg, Vera Fuhs (alle Prognos); Jan Smit, Mike Coyne, Ivan Bosch (all CSES); Dr. Els Van de Velde, Dr. Daniela Kretz (Idea Consult)

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Dr. Jan-Philipp Kramer

Prinzipal, Leiter EU-Services

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Marie-Kristin Komendzinski

Beraterin

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